„Ich hatte schon nach dem ersten Saisonspiel Probleme mit meinem Sprunggelenk. Wir waren zunächst von einer kleineren Verletzung ausgegangen und ich konnte weiterspielen, doch leider ist keine Besserung eingetreten und ich hatte weiterhin Schmerzen. Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich auf die Platte zurückkehren kann, um der Mannschaft zu helfen“, so Alen Milosevic.
„Milo hat sich im Spiel gegen die Füchse bei einer Aktion am Kreis das Sprunggelenk verdreht. Es sah zunächst aus, wie eine Überdehnung und Verstauchung des Sprunggelenks, aber seine Verletzung hat sich in den letzten Wochen nicht gebessert, sodass eine genauere Diagnostik notwendig war. Bei einer MRT-Untersuchung im Universitätsklinikum Leipzig hat sich nun eine Syndesmosenverletzung herausgestellt“, so Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp.
Die Verletzung am Syndesmoseband, was das Schien- und Wadenbein am Sprunggelenk zusammenhält, soll in den kommenden Wochen mit konservativen Maßnahmen zur Heilung gebracht werden. „Wir rechnen mit einer Ausfallzeit von mindestens drei Wochen“, so der DHfK-Mannschaftsarzt.
„Es tut mir natürlich sehr leid für Milo, dass er uns drei Wochen nicht unterstützen kann. Ich wünsche ihm, dass er schnell wieder gesund wird. Wir werden seinen Ausfall als Mannschaft kompensieren“, sagt Chefcoach André Haber.
Eine ganz klar formulierte Anforderung bestand in der sauberen, ballorientierten Abwehraufgabe. Da die letzten TE auf diesem Thema basierten, wollten wir es jetzt auch umsetzen. Leider schaffte es kein Akteur in den ersten 10 Minuten das gelernte umzusetzen. Stattdessen hatte man eher das Gefühl, dass elementare Dinge in Vergessenheit geraten waren. Einläufer wurden nicht konsequent begleitet, Abpraller landeten grundsätzlich nicht bei uns und auch die geforderte Körpersprache war nicht zu erkennen.
Dies hatte zur Folge, dass wir schon nach 10 Minuten Redebedarf am Spielfeldrand hatten und eine komplett neue Formation auf die Platte schicken durften. Bis zu einem Halbzeitstand von 20:10 hatten wir uns dann im Abwehrverbund etwas stabilisiert und konnten über schnelle Angriffe leichte Tore erzielen.
In den zweiten 25 Minuten arbeiteten wir etwas konzentrierter in der Abwehr und ließen hier nur 6 Gegentore zu. In der Angriffseffektivität befanden wir uns heute statistisch im guten Mittelfeld. Einige TRF im schnellen Spielaufbau verhinderten hier eine bessere Quote. Das Spiel endete mit einem 43:16.
Für die D1 spielten AF 3; FI 5; BJ 4; SN 9; JS 3; FW 1; PF 7; AS 5; GS 2; MG 3; FG 1 und JS, JW im Tor
Vor 42 Jahren hatte es das DDR-Fernsehen fertiggebracht, pünktlich vor dem entscheidenden Elfmeterschießen in der EC-Partie des damaligen Uefa-Pokals zwischen den Fußballern von Carl Zeiss Jena und RWD Molenbeek die Live-Sendung einzustellen. Stattdessen folgte die Aktuelle Kamera, die Nachrichtensendung der DDR. Dort war dann mit etwa 15 Minuten Verspätung zu erfahren, dass sich die Thüringer dank der entscheidenden Parade ihres Torhüters Detlef Zimmer durchgesetzt hatten - was den Ärger der Fans nicht minderte. Reporter war damals Gerhard Roth, dem die Abschaltung nicht mitgeteilt wurde und der deshalb weiterredete.
Am 7. September 2019 folgte der allgemeinen Überraschung, die in großem Entsetzen mündete, kurz vor 20 Uhr zunächst Werbung, dann wurden die Lottozahlen gezogen und schließlich die Tagesschau gesendet. Als sei sechs Minuten zuvor im laufenden Programm nichts Außergewöhnliches geschehen, wurde die Partie in Magdeburg mit keiner Silbe mehr erwähnt - die Zuschauer fühlten sich endgültig im falschen Film und respektlos behandelt. Dass dann fast zwei Tage ins Land gingen, bis zu erfahren war, dass interne Kommunikationsschwierigkeiten bestanden hatten, passt ins Bild. In der ersten Erklärung (per Twitter!) war dagegen noch auf ein technisches Problem als Grund verwiesen worden. Es dürfte dauern, bis die Handballfans diesen Schock überwunden und verziehen haben.
Geschockt wurden auch die Melsunger, die mit großen Erwartungen in die Saison gestartet waren. Doch angesichts ihrer Niederlage mit 13 Toren Differenz beim Aufsteiger Balingen sehen sich Mannschaft und Trainer früh in der Saison heftiger Kritik ausgesetzt. Das Resultat und noch mehr der völlig misslungene Auftritt passen in keiner Weise zu den Ansprüchen der Nordhessen. Es gilt daher als überraschend, dass Trainer Heiko Grimm im Amt bleibt. Ihm wurde nach der Blamage des letzten Wochenendes recht deutlich vorgeworfen, er würde seine Spieler nicht erreichen. Diese sind sehr namhaft, sehr erfahren und auch sehr teuer. Wie das Melsunger Star-Ensemble mit dieser Krise zurechtkommt, ist eine interessante Frage, die sich ab sofort stellt.
Die Balinger haben jedenfalls eindrucksvoll gezeigt, dass sie nicht gewillt sind, als potenzieller Absteiger gehandelt zu werden. Mit ihrer Leidenschaft und ihrer Moral können sie auch noch anderen Favoriten mehr zusetzen, als diese vielleicht für möglich halten. Sie sind dabei in guter Gesellschaft, wie das Beispiel Ludwigshafen zeigt. Die Eulen hatten sich am letzten Spieltag der Vorsaison noch spektakulär gerettet, mussten jetzt ein schweres Auftaktprogramm bestreiten, traten unter anderem gegen die Rhein-Neckar Löwen und in Kiel an und setzten nun das erste richtige Ausrufezeichen - leider ausgerechnet gegen den SC DHfK.
Diese deutliche und verdiente 27:34-Niederlage der Leipziger kam natürlich nach ihrem besten Saisonstart in der Bundesliga überraschend. Doch die vielen Gegentore belegen, dass das zuletzt viel gerühmte Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter nicht funktionierte. Wenn im Angriff in wichtigen Phasen dann auch noch technische Fehler zuhauf produziert werden, ist eine deftige Pleite die logische Folge. Vor allem aber hatte sich die Haber-Truppe in diesem Spiel regelrecht den Schneid abkaufen lassen, was angesichts ihrer bisher gezeigten mentalen Qualitäten nicht zu erwarten war und am meisten zu denken gab. Gegen Göppingen darf daher eine Reaktion erwartet werden.
Im Rahmen des Bundesligaspiels zwischen dem SC DHfK Handball und FRISCH AUF! Göppingen am Sonntag um 16 Uhr präsentieren sich die Abteilungen des Vereins in der ARENA LEIPZIG und es wird eine ganze Reihe von spannenden Mitmachangeboten geben. Fans können sich zum Beispiel auf dem Ruder- oder Fahrradergometer ausprobieren und vor dem Spiel im ARENA-Foyer die Autogrammstunde mit verschiedenen Leipziger Spitzensportlern, wie der Ruderin Annekatrin Thiele, den Sprintern Roy Schmidt und Marvin Schulte oder Leipzig-Marathin-Sieger Nic Ihlow besuchen.
Nach dem Spiel treffen sich dann Fans, Handballprofis und DHfK-Olympioniken gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre im Wahre-Helden-Biergarten, den Spieltagspräsentator Ur-Krostitzer mit freundlicher Unterstützung der ZSL-Betreibergesellschaft der ARENA LEIPZIG hinter der neuen Stehplatztribüne in den Blöcken 8 und 9 aufbaut.
Tickets gibt es wie gewohnt an allen Vorverkaufsstellen und unter: www.scdhfk-handball.de/tickets. Alle SC DHfK-Vereinsmitglieder können sich ihre Tickets außerdem zum Sonderpreis für nur 10 Euro im Vereinsgebäude des SC DHfK Leipzig (Am Sportforum 10, 04105 Leipzig) sichern. Schnell sein lohnt sich, denn die Anzahl ist begrenzt.
Das Duell in der kleinen Arena-Halle vor 180 Fans gegen die als Favoriten eingeschätzten Niedersachsen verlief in der erste Viertelstunde auf Augenhöhe (7:7). Die Gäste übernahmen zwar nach 20 Minuten die Führung (11:9), dennoch gingen die Hausherren mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause. Dabei sorgte vor allem Julius Mayer-Siebert mit acht Treffern in Halbzeit eins für den Aufschwung der Grün-Weißen. „Wir waren gut vorbereitet auf diesen Gegner eingestellt. Unser Truppe hat variabel mit hohem Tempo gespielt. Wenn man gleich mit dem ersten Wurf trifft, dann läuft es mit erhöhtem Selbstvertrauen richtig rund“, erklärte der Rückraumspieler seine Formstärke.
Nach dem Seitenwechsel glänzte Elias Gansau mit acht Treffern. Die Leipziger bauten ihre Führung zielstrebig auf 27:22 (45.) aus. Obwohl Northeim verkürzte (26:29/50.), blieben die Gastgeber un- beeindruckt und legten im Endspurt kräftig nach. „Wir haben unser Konzept vor allem im zweiten Durchgang wirkungsvoll umgesetzt. Unsere junge Truppe ist mit Selbstvertrauen aufgetreten - und hat sich mit starken Leistungen belohnt“, lobte Henoch sein Team.
DHfK II: Guretzky, Simonsen; Langer 3, Remke 4, Fritsche 4, Hönicke 3, Meyer-Siebert 10, Neumann 1, Gansau 8, Santos 3/3, Reißmann 1, Szep-Kis, Neudeck, Fujita.
Siebenmeter: Leipzig 3/3, Northeim 5/5
Strafminuten: Leipzig 6 Min, Northeim 8 Min
Die Gäste aus Niedersachsen waren zuletzt im Heimspiel gegen Germania Großsachsen ebenfalls erfolgreich (32:29) - und haben nach zwei Spieltagen durch das Saisonauftakt-Remis in Kirchzell einen Zähler mehr als die Leipziger (Rang zehn) auf ihrem Konto.
Für die Gastgeber ist Northeim ein unbekannter Kontrahent, der nach Auswertung von Video-Aufzeichnungen durch DHfK-Trainer Enrico Henoch „wurfgewaltige Rückraumschützen“ in seinen Reihen hat. „Unser Abwehrchef Thomas Oehlrich ist wegen einer Oberschenkel-Verletzung nicht einsatzfähig. Dennoch werden wir eine Formation aufbieten, die auf diese Konstellation eingestellt ist.
Unsere junge Truppe wird mit Heimvorteil selbstverständlich alles in die Waagschale werfen, um den Sachsenderby-Sieg zu veredeln“, hofft Coach Henoch.
Auf der anderen Seite hatten die Eulen aus Ludwigshafen gleich mehrere freche Kampfansagen geliefert. Im Hallenheft sagten schätzungsweise 1966 Experten einen Heimsieg voraus. Sie begründeten das Ganze mit den knappen Niederlagen gegen die Rhein-Neckar Löwen und Kiel und erinnerten an das sensationelle 27:24 über die Leipziger im vergangenen Jahr. „Wir müssen die eigenen Fehler minimieren und mutig spielen“, wurde Benjamin Matschke im Vorfeld zitiert.
Tatsächlich zeigte Dominik Mappes im mittleren Rückraum der Friesenheimer ein tolles Spiel. An seiner Seite erzielten Gunnar Dietrich und Jerome Müller das eine oder andere Tor. Doch die eigentliche Überraschung stellte Max Neuhaus dar. Der Youngster (aus dem Magdeburger Nachwuchs) absolvierte sein erstes Bundesligaspiel und avancierte zum „Helden des Tages“. Er markierte vier Tore in wenigen Minuten und überraschte mit André Haber selbst seinen früheren Trainer bei der deutschen Juniorennationalmannschaft. Die Friesenheimer nutzten das eine oder andere Missverständnis des Gegners und spielten sich unmittelbar vor dem Seitenwechsel in einen regelrechten Rausch. Sie bogen das erwähnte 6:8 ohne Federlesen um. Der Halbzeitstand lautete 16:12.
Das Resultat gab den Gastgebern das erforderliche Selbstvertrauen, den eigenen Matchplan konsequent zu befolgen. Sie brauchten bloß auf einen der zahllosen Fehler der Gäste und die eigene Chance warten. Die Friesenheimer marschierten nach der Pause stets zwischen zwei und fünf Toren vorneweg. 17:12, 18:16, 21:17, 22:20. Immer, wenn die geduldigen Eulen ein Tor brauchten, trafen Pascal Durack oder Jerome Müller in den grün-weißen Kasten.
Außerdem hatten die Leipziger die letzte Gelegenheit, der Begegnung eine Wendung zu geben, fast fahrlässig liegen gelassen. Erst hatte Lukas Binder das 24:22 (aus Friesenheimer Sicht) geworfen, dann Maximilian Janke im darauffolgenden Angriff die „Nülle“ nicht unter Kontrolle bekommen und dadurch das Anschlusstor verpasst. In den vergangenen Spielen hatte ja immer ein anderer Spieler den Fehler seines Kameraden ausbügeln können. „Die Mannschaftsleistung setzt sich immer aus vielen Einzelleistungen zusammen. Doch dieses Mal haben zu viele Spieler ihr Vermögen nicht erreicht“, schätzte André Haber ein.
Der Chefcoach der Leipziger riskierte in der Schlussphase alles, brachte anstelle des Torwarts einen siebenten Feldspieler, ließ offensiv decken. Doch das nutzten die cleveren Friesenheimer, die weiterhin in einem emotionalen Rausch spielten, gnadenlos aus, den eigenen Vorsprung in die Höhe zu schrauben. 26:22, 29:24, 31:26. Sie gewannen schließlich die Auseinandersetzung der beiden befreundeten Vereine mit 34:27 Toren völlig verdient.
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Wir hatten uns viel vorgenommen und wussten natürlich, was uns heute erwartet. Es ist Wahnsinn, wie sich die Eulen hier aufgeopfert haben. Ben Matschke hatte einmal gesagt, dass Leipzig in Sachen Mentalität das Vorbild der Eulen ist. Heute haben uns die Eulen darin überholt. Bei uns war der Spielstart ganz ok und wir hatten die Partie beim 6:8 eigentlich unter Kontrolle. Dann passieren uns allerdings 4 Fehler in Folge und im gesamten Spiel waren es 13 Ballverluste. Das ist zu viel in der ersten Bundesliga, zumal auch Fehler in ganz wichtigen Situationen dabei waren. Bei uns ist in vielen Mannschaftsteilen zu viel schiefgelaufen und Ludwigshafen hatten heute Spieler, die einfach besser waren. Darum gehen wir als verdienter Verlierer von der Platte. Mich ärgert besonders, dass wir das Mentalitätsduell verloren haben.“
Benjamin Matschke (Eulen-Trainer): „Ich freue mich sehr, dass die Mannschaft den Fans so einen Abend geben konnte. Ich schätze diesen Sieg unheimlich hoch ein, weil sich Leipzig unglaublich gut verstärkt hat und mit diesem Personal mit Sicherheit eine richtig gute Runde spielen wird. Handball lernt uns immer wieder Demut – Woche für Woche – und ich möchte meine Mannschaft heute loben. Alle Spieler waren in den letzten 48 Stunden sehr giftig, da kann ich keinen herausheben. Das war heute ein richtiges Brett.“
Karsten Günther (Geschäftsführer SC DHfK Leipzig): „Die Niederlage ist extrem bitter, weil sie verdient war. Aber wenn wir den Biss und die Konsequenz von Ludwigshafen heut als Vorbild nehmen und an dieses Spiel denken, wenn der innere Schweinehund mal wieder überwunden werden muss, dann kann es noch ganz wertvoll werden. Es liegt jetzt an uns, was wir draus machen!“
Die Eulen Ludwigshafen gegen SC DHfK Leipzig 34:27 (16:12)
SC DHfK Leipzig: Birlehm, Vortmann; Wiesmach 6/2, Semper 6, Mamic 4, Weber 4, Binder 2, Esche 1, Gebala, Janke 1, Milosevic 1, Roscheck 1, Witzke 1
Ludwigshafen: Durak 8/3, Dietrich 5, Müller 5, Neuhaus 5, Mappes 3, Scholz 3, Falk 2, Hofmann 2, Stüber 1
Siebenmeter: Ludwigshafen 3/5, Leipzig 2/2
Strafen: Ludwigshafen 8 Min, Leipzig keine
Zuschauer: 1912 Handballfans in der Friedrich-Ebert-Halle
Durch den besten Saisonstart ihrer Bundesligageschichte (6:0 Punkte) stehen die DHfK-Männer erstmals vorübergehend an der Tabellenspitze. Allerdings können der SC Magdeburg und die TSV Hannover-Burgdorf bereits am heutigen Mittwoch nachlegen und jeweils mit einem Heimsieg aufgrund des besseren Torverhältnisses an den Leipzigern vorbeiziehen.
Chefcoach André Haber weiß außerdem, warum diese Momentaufnahme nicht überbewertet werden sollte: „Wir sind am dritten Spieltag, wo gerade erst die Hälfte der Mannschaften gespielt haben. Es ist schön, dass wir die ersten drei Spiele gewonnen haben und ich finde es für die Jungs toll, dass wir erstmals mit 6:0 Punkten gestartet sind, denn das hat sich die Mannschaft über sechseinhalb Wochen erarbeitet und in den letzten anderthalb Wochen erkämpft. Aber ich werde nicht auf die Tabelle schauen, bevor nicht wenigstens ein paar Spieltage mehr absolviert sind.“
Für das Auswärtsspiel am Donnerstagabend kann der DHfK-Trainer wieder auf den gleichen Kader zurückgreifen, wie beim Heimsieg gegen Stuttgart. Sky und das Fanradio der Leutzscher Welle übertragen LIVE aus Ludwigshafen: www.scdhfk-handball.de/fanzone/audio-livestream/
„Ludwigshafen ist eine kämpferisch sehr starke Mannschaft, die über 60 Minuten alles gibt. Das wissen wir aus der Vergangenheit und haben die Eulen in der letzten Saison unter Beweis gestellt. Mit Benjamin Matschke haben sie außerdem einen Trainer, der sich gegen jeden Gegner etwas Spezielles einfallen lässt, sodass vielleicht auch mal die eine oder andere Auslösehandlung dabei ist, die man in der ersten Liga nicht so häufig sieht. Wir müssen morgen gegen ihre unbequeme 5:1-Abwehr gut angreifen. In unserer eigenen Deckung wird es wichtig sein, das Kreisläuferspiel von Ludwigshafen mit ihren körperlich sehr starken Kreisspielern in den Griff zu bekommen“, sagt André Haber über den kommenden Gegner.
Die Eulen konnten zwar in den ersten drei Saisonspielen noch keinen Punkt erkämpfen, doch erst gestern beim Auswärtsspiel in Kiel präsentierten sie sich in sehr guter Verfassung und schafften es bei der knappen 30:27-Niederlage, den deutschen Rekordmeister bis in die Schlussphase zu fordern. Und an das letzte Auswärtsspiel in Ludwigshafen haben die Leipziger ohnehin keine guten Erinnerungen, denn im November 2018 kassierten die DHfK-Männer eine schmerzliche 27:24-Pleite. Nichtsdestotrotz ist die Marschroute für Donnerstag klar: „Meine Mannschaft hat sich den Rückenwind in den letzten drei Spielen redlich erarbeitet, von daher fahren wir frohen Mutes nach Ludwigshafen und wollen natürlich auch dort gewinnen“, so der Leipziger Cheftrainer.
Nach der Fußball Champions-League-Auslosung steht nun auch fest, dass das DHB-Pokal Achtelfinale zwischen dem SC DHfK Leipzig und der MT Melsungen am Dienstag, den 1. Oktober um 19 Uhr in der ARENA Leipzig angeworfen wird.
Mit einem enormen Aufwand hat die ZSL Betreibergesellschaft eine Verlegung des Pokalspiels auf den 1.10. ermöglicht, da am 2.10. in der benachbarten Red Bull Arena das ersten Champions-League-Heimspiel von RB Leipzig stattfindet. Damit werden Verkehrseinschränkungen für die Handballfans vermieden und den Sportfans in Leipzig der Besuch von beiden Spielen ermöglicht.
Allen treuen Dauerkarteninhaber gewährte der SC DHfK Leipzig dabei ein Vorkaufsrecht. Die exklusive Vorverkaufsphase für Dauerkarteninhaber erstreckte sich vom 30.08. bis zum heutigen Mittwoch (04.09.19).
Am morgigen Donnerstag (05.09.2019 um 10 Uhr) beginnt endlich auch der freie Vorverkauf. Über den Ticketonlineshop sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen können sich alle grün-weißen Handballfans ihre Tickets für die Pokal-Schlacht gegen die MT Melsungen sichern.
Breits seit der vergangenen Woche läuft außerdem der Vorverkauf für die drei Heimspiele im Oktober. Mit dem Oktoberfest-Ticket sehen DHfK-Fans die drei Heimspiele gegen Lemgo, Balingen und den BHC und sparen dabei 30 Prozent. Somit profitieren auch alle treuen Fans, die keine Dauerkarte haben und können im Oktober quasi ein Spiel gratis besuchen.
www.scdhfk-handball.de/tickets
Analog zu den Bundesligaspielen gelten beim Pokalspiel folgende Preise:
| Kategorie 1 | Kategorie 2 | Stehplatz Block 8+9 | |
| Vollzahler | 26 € | 20 € | 14 € |
| Ermäßigt | 20 € | 15 € | 10 € |
| Kind (6 bis 16 Jahre) | 10 € | 6 € |
Alle Achtelfinal-Paarungen des DHB-Pokals 2019/20 im Überblick:
AF 1: Rhein-Neckar Löwen vs. FRISCH AUF! Göppingen
AF 2: SC DHfK Leipzig vs. MT Melsungen
AF 3: TVB Stuttgart vs. HC Erlangen
AF 4: Füchse Berlin vs. SC Magdeburg
AF 5: HSG Wetzlar vs. THW Kiel
AF 6: ASV Hamm-Westfalen vs. Die Eulen Ludwigshafen
AF 7: TBV Lemgo Lippe vs. Bergischer HC
AF 8: SG Flensburg-Handewitt vs. TSV Hannover-Burgdorf
Die Bittenfelder stellten die Gastgeber vor einige interessante Aufgaben und lagen 0:3 beziehungsweise mit 7:10 Treffern vorn. Sie hätten den Vorsprung auch ausbauen können. „Wir hatten eine sehr, sehr gute Leistung geboten, hätten mit einer Führung in die Pause gehen müssen“, schätzte Jürgen Schweikardt, der Trainer der Gäste, zutreffend ein.
Doch die Gastgeber, die in den letzten Spielen schon größeren Rückständen hinterhergelaufen waren, hatten unmittelbar vor dem Seitenwechsel sechs wahnsinnige Minuten zu bieten. Da stand die grün-weiße Abwehr felsenfest, da konterten Lukas Binder und Lucas Krzikalla die Schwaben regelrecht aus, konnte Philipp Weber den dritten Siebenmeter der Gastgeber verwandeln und anschließend einen Schlagwurf im gegnerischen Kasten unterbringen. Prompt lagen die einheimischen Handballer mit 13:11 Toren vorn. Das Halbzeitresultat lautete 14:13.
Die grün-weißen Handballer bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel weiter aus. Marko Mamic traf mehrere Male aus dem Rückraum und Maciej Gebala vom Kreis. Auch Franz Semper und Torwart Jens Vortmann, der eine sehr solide Leistung zeigte, avancierten zu wichtigen Torschützen des Spiels. 17:13, 20:17, 23:19, 26:22. Trainer André Haber sah insbesondere in der geschlossenen Mannschaftsleistung den Schlüssel zum zweiten Heimsieg in der laufenden Saison: „Wir können unsere Aufgaben auf viele Schultern verteilen und immer wieder neue Akzente setzen!“ Tatsächlich brachten auch Luca Witzke und Viggó Kristjánsson in die einheimische Offensive enormen Schwung. Außerdem hielt Joel Birlehm einen Siebenmeter und einen Rückraumwurf des kroatischen Robert Markotic fest.
Trotz dieser scheinbar sicheren Führung fühlte sich André Haber keinesfalls sicher: „Es war ein regelrechter Arbeitssieg!“ Denn die Bittenfelder wollten nicht aufgeben, brachten anstelle des Torwarts einen zusätzlichen Feldspieler und konnten mehrmals den Anschluss herstellen. Doch dann standen die Gäste – trotz laufender Zeitstrafe – mit sieben „Appelmännern“ auf der Platte. Das passierte den Bittenfeldern (es gibt eine köstliche Apfelsorte dieses Namens) zwei Mal hintereinander. So konnten sie natürlich nichts holen. Die Begegnung endete 31:28 aus sächsischer Sicht. Mit diesem Ergebnis erreichte der SC DHfK Leipzig seinen besten Saisonstart in der Bundesliga seit 1966.
Cheftrainer André Haber:
„Wir haben heute gegen einen sehr geduldigen Gegner gespielt. In der ersten Halbzeit hatten wir eine sehr gute Phase, wo wir aus sechs Angriffen sechs Tempotore machen und das Spiel von 7:10 auf 13:11 zu unseren Gunsten kippen. In der zweiten Halbzeit hatten wir unsere Mühe mit dem geduldigen Angriff von Stuttgart und den 7 gegen 6 Situationen. Ich bin sehr glücklich und stolz darauf, dass wir das Spiel gewonnen und den besten Saisonstart hingelegt haben, den wir bisher in der Bundesliga hatten. Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg ist aktuell die Mannschaftleistung und unser Input von der Bank.“
SC DHfK Leipzig gegen TVB Stuttgart 31:28 (14:13)
SC DHfK Leipzig: Vortmann 1, Birlehm; Semper 2, Wiesmach, Witzke 3, Krzikalla 3, Binder 6, Janke 2, Müller, Roscheck 1, Weber 4/1, Mamic 5, Gebala 2, Milosevic, Esche, Kristjansson 2,
TVB Stuttgart: Bitter, Lehmann; Häfner 4, Asgeirsson 1, Weiß 1, Späth, Lönn 7, Markotic 3, Röthlisberger, Zieker 7/3, Pfattheicher 4, Peshevski 1, Wieling,
Siebenmeter: Leipzig 1/3, Stuttgart 3/4
Zeitstrafen: Leipzig 2 Min, Stuttgart 10 Min
Zuschauer: 3563 Handballfans in der ARENA Leipzig