Der Bann ist gebrochen! Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben nach mehr als viereinhalb Jahren wieder einen Derbysieg gegen den SC Magdeburg eingefahren. Seit dem letzten Sieg im Februar 2016 – damals hatten die Grün-Weißen in ihrer Premieren-Saison in der ersten Bundesliga sogar beide Spiele gegen Magdeburg für sich entschieden – warten alle Anhänger des SC DHfK sehnsüchtig auf einem Erfolg gegen den Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt. Besonders bei den letzten drei Heimspielen hatte es mit 22:23, 24:25 und 25.26 sehr schmerzliche Last-Minute-Niederlagen gegeben. Obwohl die Fans in der ARENA leider nicht dabei sein durften, war das heutige 33:29 (16:14) nach einer unglaublich starken Mannschaftsleistung Balsam auf die grün-weiße Fanseele.
Hoffnung hatte schon eine Nachricht vor dem Spiel verbreitet. Linksaußen Lukas Binder meldete sich überraschend einsatzbereit, nachdem er am Morgen „mit einem guten Gefühl“ aufgestanden war. Die Tage zuvor war an einen Derbyeinsatz eigentlich nicht zu denken gewesen, schließlich hatte sich der 28-Jährige vor drei Tagen in Balingen einen heftigen Pferdekuss eingefangen. Doch der Leitwolf wollte das Derby auf keinen Fall verpassen und ließ sich den kompletten Oberschenkel tapen.
In der achten Spielminute wurde Binder von seinen Teamkollegen dann erstmals in Szene gesetzt und traf umgehend in den Magdeburger Kasten zum Zwischenstand von 4:4. Zuvor waren die Gäste etwas besser in die Partie gekommen und hatten in der Anfangsphase geführt. Als Patrick Wiesmach aber anschließend zur ersten DHfK-Führung traf (5:4), waren die Leipziger endgültig richtig gut drin in diesem Derby.
So vergrößerten sie ihren Vorsprung bis zur 15. Minute auf 10:7 und hatten damit mehr als dreimal so viele Treffer erzielt, als in der Anfangsviertelstunde drei Tage zuvor beim Auswärtsspiel in Balingen. Besonders die Kreisanspiele auf Maciej Gebala funktionierten hervorragend. Vier Tore gingen in der ersten Viertelstunde auf das Konto des polnischen Nationalspielers. Zwar vergaben Lukas Binder und Bastian Roscheck zwei große Gelegenheiten zur möglichen 16:11-Führung und der SCM legte vor dem Seitenwechsel den deutlich besseren Schlussspurt hin, aber immerhin nahmen die Grün-Weißen eine Zwei-Tore-Führung (16:14) mit in die Pause.
Die Magdeburger mussten den zweiten Durchgang in Unterzahl beginnen, doch sie waren nicht abzuschütteln. 16:15, 18:17, 19:17 lauteten die weiteren Zwischenstände. Dann trumpfte Joel Birlehm einmal mehr auf. Der 23-Jährige entschärfte drei SCM-Würfe nacheinander und so konnte sich Leipzig wieder ein leichtes Polster verschaffen (21:18 nach 40 Minuten). Diesen Vorsprung nahmen die körperkulturellen Handballer auch mit in die 50. Spielminute. Mit 27:24 ging es in die Endphase dieses Ostderbys.
Verlassen konnte sich der SC DHfK über die nahezu komplette Spielzeit auf seinen Rückraum. Drei Tore kamen von Marko Mamic und vier von Philipp Weber, doch besonders Gregor Remke (5 Treffer) und Niclas Pieczkowski (6 Tore) avancieren zu echten „Waffen“. Als Niclas Pieczkowski den Ball zweieinhalb Minuten vor dem Ende zum beruhigenden 30:26 ins Tor hämmerte, konnten die Leipziger Fans zu Hause von den Bildschirmen die Sektflaschen schon kaltstellen. Anbrennen sollte hier nämlich nichts mehr und Marko Mamic machte eine Sekunde vor Abpfiff den Deckel auf dieses Derby. Obwohl bis auf wenige Aufbauhelfer keine Zuschauer dieses denkwürdige Geisterderby in der ARENA miterleben durften, ließen sich die grün-weißen Derbyhelden zu Recht minutenlang auf dem Spielfeld für ihren ersten Sieg gegen Magdeburg seit dem 10.02.2016 feiern.
Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg): „Ich habe mich im Vorfeld auf dieses Spiel sehr gefreut. Dieses Derby ist immer etwas Besonderes. Wir haben ab der ersten Minute ein typisch emotionales Derby gesehen, wo sich beide Mannschaften wenig geschenkt haben. Klar haben sie auch Fehler gemacht, aber ein hohes Engagement war immer vorhanden, denn beide Mannschaften wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Dann hat sich leider das bewahrheitet, was ich vorab gesagt habe. Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, weniger Bälle verwirft und das bessere Torhüter-Spiel hat, wird dieses Spiel zu einer hohen Wahrscheinlichkeit gewinnen. Das war heute ganz klar Leipzig. Wir sind an uns und an Joel Birlehm gescheitert. Durch die vielen Fehler geraten wir in Gegenstöße und unser Angriff war heute nicht in der Lage, die Quoten zu erzielen, um in Leipzig erfolgreich zu sein.“
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Das war heute wieder hoch emotional. Ich darf im neunten Jahr hier beim SC DHfK mit auf der Bank sitzen. Ich habe da schon viele Spiele erlebt und das war heute wieder ein besonderes. Natürlich ist ein Derby immer besonders, aber wenn wir es dann auch gewinnen können, dann macht das etwas mit mir. Das ist etwas, an das ich mich lange erinnern werde. Heute war ausschlaggebend, dass wir einen guten Plan in der Deckung hatten und immer wieder Situationen gefunden haben, in denen wir die Passwege gut verteidigen und zugestellt haben. Dazu hatten wir wieder ein gutes Zusammenspiel aus Abwehr und Torhüter. Und zusätzlich auch ein verbessertes Tempospiel im Vergleich zum letzten Spiel. Wir hatten heute viele Jungs im Angriff, die mutig genug waren gegen die SCM-Deckung zu werfen. Mit der guten Rückraum-Quote plus einer Abwehr, die richtig gebrummt hat, haben wir nun einen sehr guten Abschluss einer langen Woche, die für uns sehr hart war. Dass wir nun das schwerste der letzten drei Spiel gewonnen haben, das macht mich stolz.“
SC DHfK Leipzig gegen SC Magdeburg 33:29 (16:14)
Tore SC DHfK Leipzig: Pieczkowski 6, Remke 5, Gebala 5, Binder 4, Weber 4, Krzikalla 3, Mamic 3, Wiesmach 3
Tore SC Magdeburg: Magnusson 11, Gullerud 4, Pettersson 4, Bezjak 3, Kristjansson 3, Mertens 2, Damgaard 1, O´Sullivan 1
Siebenmeter: Leipzig 3/4, Magdeburg 6/6
Zeitstrafen: Leipzig 6 Min, Magdeburg 2 Min
Schiedsrichter: Baumgart, Fabian/ Wild, Sascha
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Am Sonntag (1. Advent) empfangen die Handballer des SC DHfK Leipzig den SC Magdeburg. Eine hitzige Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld, eine ohrenbetäubende Lautstärke in der Halle und zwei stimmungsvolle Fanlager, die sich auf den Tribünen genauso wenig schenken, wie die Mannschaften auf der Platte! So lässt sich das Ostderby zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem SC Magdeburg charakterisieren.
In diesem Jahr ist allerdings alles anders. Statt vor 7213 Fans – der amtierende Zuschauerrekord für ein Heimspiel des SC DHfK Leipzig wurde natürlich beim Ostderby aufgestellt – wird es am Sonntag zum ersten und hoffentlich letzten Mal ein Derby vor leeren Rängen geben.
Neben der Liveübertragung von Rechte-Inhaber SKY wird das Derby auch im Free-TV beim MDR gezeigt. Und natürlich sendet auch das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle live. Anwurf der Begegnung ist um 14:50 Uhr. Vor dem Spiel (ab 14:15 Uhr) und in der Halbzeitpause wird der SC DHfK Handball zudem wieder live auf Facebook auf Sendung gehen und in der SC DHfK Helden-Ecke verschiedene Gesprächspartner begrüßen.
Wie in den vergangenen beiden Spielen gegen Lemgo und Balingen bleibt die personelle Situation beim SC DHfK Handball angespannt. Hinzu kommt, dass auch ein Einsatz von Lukas Binder für Sonntag äußerst fraglich ist, nachdem der Außenspieler in Balingen nach einem Zusammenstoß ausgewechselt werden musste. Trotz der sehr kurzen Vorbereitungszeit von nur zwei Tagen wollen die Grün-Weißen im Derby alles in die Waagschale werfen und über ihre Schmerzgrenze hinausgehen, um auch im dritten Spiel nach der Corona-Zwangspause ungeschlagen zu bleiben.
Die Einschätzungen beider Cheftrainer:
André Haber (SC DHfK Leipzig): „Wir freuen uns auf das Derby. Das ist der Abschluss einer englischen Woche, die belastend ist und besonders war, da sie für uns nach der Quarantäne-Situation ein Wiedereinstieg in die Saison war und wir zweimal einen Punkt mitnehmen konnten. Das diesmal beim Derby keine Zuschauer da sein können ist schade, weil das Spiel welche verdient hätte. Aber es sind immer hoch emotionale Spiele gegen Magdeburg und von daher wird genug Emotionalität auf der Platte herrschen. Wir müssen uns wieder gut vorbereiten und dazu haben wir nicht viel Zeit. Aber wir werden die wenige Zeit gut nutzen und uns einen Plan zurechtlegen. Wir werden Sonntag versuchen 60 Minuten alles rauszuhauen, was geht.“
Bennet Wiegert (SC Magdeburg): „Ich würde lügen, wenn ich sage, es wäre ein normales Bundesligaspiel. Das ist das einzig wahre Ost-Derby der Handball-Bundesliga. Wir müssen Leipzig am Sonntag kleinhalten. Wir müssen den Angriff der Leipziger um Philipp Weber kleinhalten und bestmöglich verteidigen, sodass wir in unsere Stärken kommen. Da gehe ich von unserer Philosophie nicht ab, auch wenn sie gerade ein wenig in Frage geraten ist. Es geht um 60 Minuten Tempospiel.“
Gemeinsame Fanaktion beim Derby: Die virtuelle DKB Fantribüne
Trotz der Geisteratmosphäre können die Fans beider Mannschaften in der ARENA digital dabei sein. Anhänger des SC DHfK Handball und des SC Magdeburg hatten bis heute die Gelegenheit, Fotos von sich im Fanoutfit an den SC DHfK zu senden, um am Sonntag „Platz zu nehmen“ auf einer 16 m² großen LED-Wand in der QUARTERBACK Immobilien ARENA. Die virtuelle DKB Fantribüne hatte der Club gemeinsam mit der Deutschen Kreditbank und Veranstaltungstechnikpartner BLT Sonnek ins Leben gerufen.
Zudem präsentiert die Deutsche Kreditbank ein großes Halbzeitgewinnspiel, welches live auf der Facebookseite des SC DHfK Handball ausgestrahlt wird. Beim Online-Gewinnspiel wird es hochwertige Preise zu gewinnen geben, wie zwei signierte Originaltrikots der Nationalmannschaft von Philipp Weber und Franz Semper sowie 2x2 Tickets für die Olympia-Qualifikation im März.
Mehr Infos zum Spieltagspräsentator DKB:
Die Deutsche Kreditbank AG (DKB) als Goldsponsor und Talentförderer des SC DHfK Handball mit Hauptsitz in Berlin ist Teil der BayernLB-Gruppe und betreut mit ihren insgesamt 4.150 Mitarbeitenden Geschäfts- und Privatkunden. Die Bilanzsumme der DKB beläuft sich auf 83,8 Milliarden Euro, rund 84 Prozent davon setzt sie als #geldverbesserer in Form von Krediten ein. Als Partner von Unternehmen und Kommunen hat sich die Bank frühzeitig auf zukunftsträchtige Branchen in Deutschland spezialisiert: Wohnen, Gesundheit, Pflege, Bildung, Landwirtschaft und Erneuerbare Energien. In vielen dieser Wirtschaftszweige gehört die DKB zu den Marktführern. Im Privatkundengeschäft ist die DKB die zweitgrößte Direktbank Deutschlands. Sie bietet ihren über 4,4 Millionen Privatkunden seit mehr als 15 Jahren die Möglichkeit, die täglichen Bankgeschäfte online abzuwickeln.
Dem Sport – und insbesondere dem Handball – ist die DKB seit vielen Jahren als Partner eng verbunden. Im Handball engagiert sie sich bereits seit 2006 und unterstützt seitdem an einigen ihrer deutschlandweiten Standorte Handball-Profiklubs. Seit 2009 ist die DKB auch Partner des Deutschen Handballbundes (DHB) und damit Sponsor der deutschen Handballnationalmannschaft. Von der Saison 2012/2013 bis zur vergangenen Spielzeit war die DKB zudem Namensgeber der stärksten Handballliga der Welt, der DKB Handball-Bundesliga. Außerdem zeigte sie als erster Sportsponsor in Deutschland – mit der Handball-WM 2017 in Frankreich – ein sportliches Großereignis per Livestream im Internet. Als wichtiger Partner vom SC DHfK Leipzig ist die DKB schon seit 2013 aktiv und begleitete das Team auf ihrem Weg von der zweiten in die erste Bundesliga.
Die Pressekonferenz vor dem Spiel
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Für die Handballer des SC DHfK Leipzig stand am Donnerstagabend das Nachholspiel im weit Entfernten Balingen auf der Agenda. Bisher hatten die Sachsen in der ersten Bundesliga noch keinen einzigen Punkt bei den Galliern von der Alb mitgenommen. Im vierten Versuch sollte es schließlich gelingen. In einem Spiel, in dem bis zur letzten Minute von null Punkten bis zum Auswärtssieg alles drin war, holten die DHfK-Männer schließlich ein torarmes 20:20 (9:9) Unentschieden.
Chefcoach André Haber, der weiterhin auf sechs Stammkräfte verzichten musste, setzte in seiner Startformation auf den erst 17-jährigen Finn-Lukas Leun. Der Überraschungsmann aus dem vergangenen Heimspiel gegen Lemgo war es auch, der den ersten Akzent setzte und einen Siebenmeter herausholte, den Lucas Krzikalla sicher verwandelte. Doch in der Folgezeit blieben gelungene Offensivaktionen der Gäste lange Zeit absolute Mangelware.
Die Leipziger leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau und so lag Balingen von Anfang an permanent in Führung. Nach drei Fehlversuchen in Folge – sehr untypisch für den deutschen Nationalspieler Philipp Weber – gelang ihm im vierten Anlauf endlich sein erster Treffer zum 3:2-Anschluss. Dennoch stockte der Leipziger Angriffsmotor weiter. Nach 17 Spielminuten hatten die Sachsen erst drei Treffer erzielt. Auch vom Siebenmeterstrich ging nichts, Lucas Krzikalla und Philipp Weber scheiterten an Mario Ruminsky. Dann wurden Weber auch noch zwei Treffer aufgrund eines Offensivfouls und eines technischen Fehlers aberkannt. Daraus resultierte nach 25 Spielminuten eine 9:5-Führung für Balingen-Weilstetten.
Der SC DHfK hatte dabei noch Glück, dass auch die Hausherren einige Fehler produzierten und sich gegen die DHfK-Deckung ebenfalls schwertaten. Die Leipziger hatten jetzt ihre wohl beste Phase im gesamten Spiel und konnten bis zur Pause den kompletten Rückstand eliminieren. Die Seiten wurden bei einem 9:9-Unentschieden gewechselt.
Kaum war die zweite Hälfe angeworfen, zogen die Gastgeber jedoch wieder auf drei Tore davon (15:12). Die grün-weißen ließen sich aber nicht abschütteln, denn Joel Birlehm hielt seine Mannschaft mit wichtigen Paraden im Spiel. In der kompletten Saison hatte der 23-jährige Schlussmann bisher erst einen Siebenmeter entschärft, diesmal parierte er gleich zwei Strafwürfe unmittelbar nacheinander. Philipp Weber traf außerdem zum 16:16-Ausgleich und so ging es mit einem Gleichstand in die letzten zehn Minuten der Begegnung.
Ein sensationeller Hammer aus der Hüfte von Vladan Lipovina brachte Balingen wieder auf die Siegerstraße, aber ein ganz hartes Einsteigen von Fabian Wiederstein gegen den Kopf von Philipp Weber sorgte dafür, dass der SC DHfK Leipzig die letzten zwei Minuten in Überzahl bestreiten durfte. In dieser heißen Schlussphase lag der Fokus auf Rechtsaußen Lucas Krzikalla. Erst erzielte er den 20:20-Ausgleichstreffer, dann klaute er den „Galliern“ auch noch den Ball. Und er sollte nochmal im Mittelpunkt stehen…
In einem Spiel, in dem die Leipziger bis in die letzte Minute kein einziges Mal in Führung lagen, hatten sie plötzlich eine große Siegchance. André Haber nahm zwei Minuten vor Ende nochmal eine Auszeit, um mit seinen Jungs den letzten Dolchstoß zu planen. Tatsächlich kreierten seine Männer die bestmögliche Einschussgelegenheit. Marko Mamic sah den freistehenden Lucas Krzikalla auf der Außenposition und brachte den Pass an Mann. Lucas Krzikalla flog in den Torraum und hätte sogar noch die Möglichkeit gehabt, den einspringenden Philipp Weber per Kampa zu bedienen. Der 26-Jährige machte es aber selbst und fand in Torhüter Mike Jensen seinen Meister. Das Spiel endete 20:20.
Womöglich wäre ein doppelter Punktgewinn für den SC DHfK Leipzig nach diesem Spielverlauf auch des Guten zu viel gewesen. Die Grün-Weißen nehmen ihren ersten Auswärtspunkt in Balingen jedenfalls gern mit auf die lange Rückfahrt nach Leipzig und freuen sich jetzt auf das Derby in drei Tagen gegen den SC Magdeburg.
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Wir haben zum Schluss nochmal eine sehr gute Chance kreiert, um das Spiel zu gewinnen. Wir hatten den letzten Angriff, haben dabei die Zeit sehr gut runter gespielt und fünf Sekunden vor Ende den Ball leider nicht reingeworfen. Das 9:9 in der ersten Halbzeit spricht bei beiden Mannschaften für eine gute Abwehr- und Torhüter-Qualität. Ich muss meinen Jungs ein Lob machen, wie wir hier über 60 Minuten verteidigt haben. Dass der Akku dann an so einem Donnerstagabend in Balingen leer ist, ist verständlich, denn Abwehrarbeit hat viel mit Leidenschaft, Kampf und Bereitschaft zu tun. Und ich finde, da waren wir heute gut. Leider waren wir im Angriff nicht stark genug, da hätten wir besser spielen können und müssen, um das Spiel dann tatsächlich an uns zu reißen. Jetzt spielen wir am Sonntag das Derby und bis dahin versuchen wir, die Beine der Jungs wieder frisch zu bekommen.“
Jens Bürkle (Trainer HBW Balingen-Weilstetten): „Wie immer bei einem Unentschieden, ist es ein gewonnener und ein verlorener Punkt. Wir haben die ganze Zeit geführt und es kommt eigentlich im schlechtesten Fall zu einem Unentschieden in dieser Partie. Falls es dann kurz vor Schluss doch nach hinten losgegangen wäre, hätten wir uns sehr aufgeregt. Wir hatten in der Schlussphase die Chance das Ding zuzumachen, das haben wir liegen lassen. Mit der Parade am Ende von Mike Jensen müssen wir mit dem Punkt leben. Es ist das dritte ungeschlagene Spiel in Folge und das ist das, was jetzt erstmal stehen bleibt. Deshalb lebe ich heute damit, auch wenn ich lange geglaubt habe, dass wir heute zwei Punkte mitnehmen.“
HBW Balingen-Weilstetten gegen SC DHfK Leipzig 20:20 (9:9)
Tore HBW: Thomann 8, Nothdurft 4, Saueressig 3, Niemeyer 2, Lipovina 2, Wiederstein 1
Tore SC DHfK: Krzikalla 4, Mamic 4, Weber 4, Gebala 3, Wiesmach 3, Remke 1, Pieczkowski 1
Siebenmeter: Balingen 4/6, Leipzig 4/6
Zeitstrafen: Balingen 12 Min, Leipzig 10 Min
Rote Karte: Kirveliavicius (Balingen/ 39. Min)

Eine hitzige Atmosphäre auf und neben dem Spielfeld, eine ohrenbetäubende Lautstärke in der Halle und zwei stimmungsvolle Fanlager, die sich auf den Tribünen genauso wenig schenken, wie die Mannschaften auf der Platte! So kann man das Ostderby zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem SC Magdeburg charakterisieren.
In diesem Jahr ist allerdings alles anders. Statt mit bis zu 7213 Fans – der amtierende Zuschauerrekord für ein Heimspiel des SC DHfK Leipzig wurde natürlich beim Ostderby aufgestellt – wird es am 1. Advent zum ersten und hoffentlich letzten Mal ein Derby vor leeren Rängen geben. Doch die Fans können trotzdem virtuell dabei sein und ihre Mannschaft unterstützen!
Die Aktion der virtuellen DKB Fantribüne geht am kommenden Sonntag nämlich in die zweite Runde und wird sogar auf den Gastverein ausgeweitet. Fans des SC DHfK Handball und des SC Magdeburg haben bis zum Freitag um 12 Uhr die Gelegenheit, Fotos von sich im Fanoutfit an den SC DHfK zu senden, um am Sonntag „Platz zu nehmen“ auf der virtuellen DKB Fantribüne, einer 16 m² großen LED-Wand in der QUARTERBACK Immobilien ARENA, die der Club gemeinsam mit der Deutschen Kreditbank und Veranstaltungstechnikpartner BLT Sonnek ins Leben gerufen hatte.
„Die DKB Fantribüne ist ein virtueller Fanblock, der allen Handballfans die Möglichkeit bietet, trotz Geisterkulisse in der Halle präsent zu sein. Beim vergangenen Heimspiel gegen Lemgo haben uns mehr als 150 Fotos von unseren Fans erreicht, wodurch sowohl bei unseren Spielern auf der Platte als auf bei den TV-Zuschauern eine gewisse Heimspielatmosphäre aufkam. Da wir bei den Derbys auch regelmäßig sehr viele Anhänger des SC Magdeburg bei uns in der Halle begrüßen durften, möchten wir auch ihnen die Chance geben, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Leipziger und Magdeburger Fans können sich diesmal zwar nicht mit Fangesängen duellieren, dafür aber mit stimmungsvollen Fanbildern, die auch bei den Liveübertragungen von SKY und dem MDR sichtbar werden. Wir sind sehr gespannt, welches Fanlager im Vorfeld der Partie aktiver sein wird“, so DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.
Über diese Kanäle können die Fans ihre Fotos an den SC DHfK senden:
(Teilnahmeschluss ist Freitag, der 27.11.2020 um 12 Uhr)
- E-Mail: marketing@scdhfk-handball.de
- WhatsApp: 015118797746
- Direktnachricht über Facebook & Instagram
Mal wieder eine englische Woche für den SC DHfK Handball. Am morgigen Donnerstag, den 26.11.2020, treten die Handballer des SC DHfK Leipzig unweit von ihrem letzten Auswärtsgegner Stuttgart an. Die Grün-Weißen sind in der coronabedingt verlegten Partie des 8. Spieltags zu Gast bei HBW Balingen-Weilstetten. Anwurf der Begegnung ist um 19 Uhr.
In der SparkassenArena Balingen können sich die Leipziger auf eine ähnliche Atmosphäre einstellen, wie beim Heimspiel der grün-weißen Handballer am vergangenen Wochenende gegen TBV Lemgo Lippe. Wie in der gesamten Bundesrepublik sind auch in Balingen keine Zuschauer erlaubt und lediglich die Helfer und Mitarbeiter des Vereins dürfen sich in der Arena aufhalten, um ihr Team zu unterstützen.
Der HBW steht nach acht gespielten Partien aktuell mit 4:12 Punkten auf dem 16. Platz der Tabelle. Nach einem holprigen Start und sechs Niederlagen in Folge konnten die Balinger mit zuletzt zwei Auswärtssiegen nacheinander beim TBV Lemgo Lippe und HC Erlangen ihre Tabellensituation verbessern und aus dem Tabellenkeller klettern. Besonders Vladan Lipovina, der rechte Rückraumspieler der Balinger, setzt mit seinen bisher 42 Toren wichtige Akzente, die für den Aufwärtstrend des HBW Balingen-Weilstetten sprechen. Die Statistik zwischen beiden Mannschaften deutet auf ein äußerst unangenehmes Auswärtsspiel hin, denn in Balingen gab es für den SC DHfK in der ersten Bundesliga noch nichts zu holen. Überhaupt gab es bei den sechs Bundesliga-Duellen der beiden Teams bisher noch keinen einzigen Auswärtssieg.
Der Balinger Cheftrainer Jens Bürkle ist überzeugt, dass die Mannschaft von André Haber zur alten Stärke zurückgefunden hat und von der Zwangspause nicht viel zu sehen sein wird. „Ich erwarte gegen Leipzig einen offenen Schlagabtausch“, denn er ist der Meinung, dass man in der zweiten Halbzeit gegen Lemgo schon sehen konnte, dass die Leipziger mit viel Kraft Chancen kreieren und nutzen. „Um etwas Zählbares zu holen, müssen wir schon an unsere zweite Halbzeit in Erlangen anknüpfen“, glaubt der Balinger Trainer, dessen Team nach fünf Wochen mal wieder zu Hause ran darf.
Die Leipziger reisen mit derselben Mannschaft nach Balingen, die auch am Wochenende gegen TBV Lemgo Lippe auf der Platte stand. Verstärkt wird sie noch durch Julius Meyer-Siebert, der seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskuriert hat. Weiterhin muss DHfK-Coach Haber auf Kapitän Alen Milosevic, Kristian Saeveras, Martin Larsen, Marc Esche, Maximilian Janke und Luca Witzke verzichten. Doch die starke kämpferische Leistung der gesamten Leipziger Mannschaft in der zweiten Hälfte gegen Lemgo, gepaart mit der Rückkehr des „Hexxers“ Milos Putera und dem starken Debüt des 17-jährigen Finn Leun, zeigen, dass am Donnerstag mit dem SC DHfK zu rechnen sein wird. Nach der letzten Trainingseinheit am Mittwochmorgen in Leipzig hat das Team am Mittag die 560 Kilometer lange Busreise nach Balingen angetreten.

Die Einschätzung von Chefcoach André Haber:
„Ich erwarte ein kampfbetontes Bundesligaspiel, in dem beide Mannschaften für viele Emotionen sorgen, auch wenn keine Zuschauer in der Halle sein werden. Das ist zwar ein Geisterspiel, aber ich denke, es wird voller Kampf und Emotionen sein. Ich freue mich sehr, dass das nächste Bundesligaspiel vor der Tür steht und es ist schön, dass Julius Meyer-Siebert wieder fit ist und spielen kann.“
SKY und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die komplette Partie LIVE. Das Fanradio und weitere Live-Inhalte sind auf der neuen DHfK-Webseite zu finden unter: www.scdhfk-handball.de/live
Nach dem Spiel in Balingen und der langen Rückreise nach Leipzig bleiben den Handballern des SC DHfK Leipzig weniger als zwei Tage Vorbereitung auf das große Derby gegen den SC Magdeburg. Am Sonntag ist um 14:50 Uhr Anwurf in der QUARTERBACK Immobilien ARENA. Die Partie wird neben SKY auch im FREE-TV beim MDR übertragen. Dazu sendet auch das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle wie immer live!
Fit halten wie die Profis! In der vergangenen Woche starteten die DHfK-Handballer mit ihrem neuen SC DHfK Fitnesskurs. Das digitale Mitmach-Angebot richtet sich an die vielen Freizeit- und Nachwuchshandballer, die derzeit aufgrund des zweiten Lockdowns keine Sporthallen betreten dürfen.
Entsprechend der aktuell geltenden gesetzlichen Richtlinien wurden die Fitnessvideos speziell für ein Training an der frischen Luft für eine oder zwei Personen konzipiert. Die handballspezifischen Bewegungen und Übungen wurden von Hagen Pietrek, dem Athletiktrainer des Bundesligateams und der SC DHfK Handball Akademie, entwickelt und werden in jeder Folge von verschiedenen Profihandballern vorgeführt. Sämtliche Einheiten zielen darauf ab, dass sie jedem Freizeitsportler dabei helfen, seine Vitalität und die persönliche Fitness außerhalb der Trainingshalle zu erhalten bzw. zu steigern.
Durch die erste Folge des neuen grün-weißen Fitnesskurses leiteten in der vergangenen Woche Torhüter Joel Birlehm und Rechtsaußen Lucas Krzikalla. In der zweiten Flge sind diesmal die Talente Julius Meyer-Siebert und Christian Ole Simonsen mit dabei. Der DHfK-Fitnesskurs ist abrufbar auf dem YouTube-, Facebook- und Instagram-Kanal des SC DHfK Handball.
Produziert wird die neue Videoserie zum Nachmachen von Medienpartner Sachsen Fernsehen in Zusammenarbeit mit der AOK PLUS.
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Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben im ersten Geisterspiel ihrer dreizehnjährigen Vereinsgeschichte einen Punkt gegen den TBV Lemgo Lippe eingefahren. Dabei sah es in der leeren QUARTERBACK Immobilien ARENA am Anfang überhaupt nicht so aus, als kämen die Grün-Weißen nach den vielen ungünstigen Umständen in der Spielvorbereitung für einen Punktgewinn in Frage. Doch die ersatzgeschwächte Mannschaft zeigte Moral und hatte kurz vor Schluss den Sieg vor Augen. In doppelter Unterzahl kassierten die DHfK-Männer am Ende allerdings noch den Ausgleichstreffer zum 32:32 (15:17).
In den ersten 20 Minuten der Begegnung war den Leipzigern deutlich anzumerken, dass sie aufgrund ihrer Quarantäne-Situation dreieinhalb Wochen kein Bundesligaspiel bestritten hatten. In Abwesenheit von Kapitän Alen Milosevic, Kristian Saeveras, Martin Larsen und Marc Esche (noch keine ärztliche Freigabe nach Corona-Infektion) sowie den verletzten Maximilian Janke, Luca Witzke, Julius Meyer-Siebert und Akos Szeles leisteten sich die DHfK-Männer eine Vielzahl von Fehlern. Über die Stationen 0:2 und 4:8 lagen die Leipziger folgerichtig nach 20 Minuten mit 8:14 im Hintertreffen. Zu diesem Zeitpunkt hatten selbst die kühnsten Optimisten auf der virtuellen DKB Fantribüne in der ARENA ihre Zweifel, dass sich das Blatt noch einmal wenden könnte.
Doch dann kam der Hexxer! Eigentlich hatte Milos Putera schon vor 1,5 Jahren seine Torhüter-Karriere beendet und die Co-Trainer Position im Verein übernommen. Doch unmittelbar nach seiner Einwechslung präsentierte er sich fast, als sei er nie weg gewesen und verhalf der Leipziger Abwehr mit all seiner Ruhe und Routine, allmählich zu gewohnter Stabilität zurückzufinden. So kassierte der SC DHfK bis zum Seitenwechsel nur noch drei weitere Gegentore und konnte auf 15:17 verkürzen. „Nach der Niederlage in Stuttgart, für die ich als Cheftrainer verantwortlich war, musste ich heute etwas zurückgeben“, begründete Putera nach dem Spiel seine starke Leistung.
Und es ging vielversprechend weiter. Direkt nach Wiederanpfiff gelang Marko Mamic das Anschlusstor, in der 38. Spielminute vollendete schließlich Philipp Weber einen 3:0-Lauf der Leipziger zum 20:20-Ausgleich. Zwei Treffer vom sehr stark aufspielenden Patrick Wiesmach leiteten einen weiteren 3:0-Lauf der Grün-Weißen ein – und plötzlich waren die DHfK-Männer mit 23:21 in Führung. Insgesamt brachte es Wiesmach als bester Torschütze der Begegnung auf acht Treffer. Sinnbildlich für den großen Fight der ersatzgeschwächten DHfK-Truppe war aber besonders ein Nachwuchssportler. Der 17-jährige Finn-Lukas Leun „rockte“ regelrecht das erste Bundesligaspiel seiner Karriere. Der mutig aufspielende Linkshänder aus der SC DHfK Handball Akademie traf zum 25:23, 27:24 und 29:26. Um ein Haar wäre das märchenhafte Debüt des A-Jugend-Spielers mit zwei Punkten für den SC DHfK belohnt worden, denn die Sachsen gingen mit einer 32:29-Führung in die letzten vier Minuten der Begegnung.
Bei allem Kampf konnten die Leipziger den Vorsprung in doppelter Unterzahl jedoch nicht über die Zeit bringen. Alexander Reimann traf für den TBV zum 32:32-Ausgleich und ein finaler Freiwurf von Philipp Weber landete leider nur am Pfosten. Lange nachtrauern können die Leipziger der verpassten Sieg-Chance jedoch nicht. Bereits am Donnerstag wird das verlegte Auswärtsspiel beim HBW Balingen-Weilstetten nachgeholt.
Florian Kehrmann (Trainer TBV Lemgo Lippe):
„Für uns war es heute ein Punkt fürs Gefühl. Es ist ein verdienter Punkt, denn wir haben von Anfang an mit der 6:0 gut verteidigt und in der ersten Halbzeit kaum etwas zugelassen. Während der ersten Hälfte haben wir aber leider ein paar Bälle im Tempospiel weggeschmissen, wo wir Leipzig hätten mehr bestrafen müssen. So lassen wir Leipzig im Spiel. Zusätzlich taten wir uns gegen die 5:1 Abwehr schwer und Leipzig hat unsere Fehler über die schnelle Mitte oder Tempogegenstöße bestraft. In der 50. Minute lagen wir mit drei Toren hinten und dann haben die letzten Maßnahmen, wie die Manndeckung gegen Weber, geholfen, um das Ding ordentlich zu Ende zu spielen. Insgesamt ist es ein verdienter Punkt, aber wir wissen auch, dass wir mit der ersten Halbzeit das Spiel hätten gewinnen können.“
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Meine Gefühlslage ist gemischt. Es war sehr schade ohne Zuschauer antreten zu müssen. Fakt ist, dass das Spiel für uns eine Ungewissheit hatte, da wir nach drei Wochen ohne Punktspiel nicht wussten, wie wir reinkommen. Dann sind wir auch nicht so gut gestartet, wie wir uns das eigentlich vorgenommen hatten. Nach den ersten 20 Minuten kann das Spiel schon für uns weg sein, so ehrlich müssen wir sein. Wir haben uns aber zurück gekämpft und zur Halbzeit mit nur zwei Toren zurückgelegen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein anderes Gesicht gezeigt und verdeutlicht, dass wir wieder auf dem Bundesliga-Level sind. Die Partie hatte in der zweiten Halbzeit ein richtiges Bundesliga-Feeling auf der Platte. Es gab viel Kampf und viele emotionale Aktionen, das war schön zu sehen, trotz des Geisterspiels. Aber ich möchte den Leipziger Fans sagen, dass wir sie vermissen und wir hätten gerne vor ihnen in der Halle gespielt. Zum Schluss ist zu sagen, dass wir die meiste Zeit in der zweiten Halbzeit geführt haben, aber das Ende sehr ärgerlich war. Trotzdem bin ich alles andere als unzufrieden mit dem Punkt. Das die Jungs in der Kabine sitzen und enttäuscht sind zeigt, welchen Anspruch sie an sich selbst haben.“
SC DHfK Leipzig gegen TBV Lemgo Lippe 32:32 (15:17)
Tore SC DHfK Leipzig: Wiesmach 8, Weber 5, Binder 4, Gebala 4, Leun 3, Pieczkowski 3, Remke 2, Mamic 2, Krzikalla 1
Tore TBV Lemgo Lippe: Guardiola G. 6, Elisson 5, Suton 5, Guardiola I. 4, Cederholm 4, Kogut 3, Timm 1, Hangstein 1, Reimann 1, Zerbe 1, Schagen 1
Siebenmeter: Leipzig 1/1, Lemgo 3/3
Zeitstrafen: Leipzig 8 Min, Lemgo 8 Min
Rote Karte: Suton (Lemgo/ 50. Min)
Zuschauer: keine
Schiedsrichter: Tönnies, Tobias / Schulze, Robert

Die Handballfans des SC DHfK Leipzig können das Heimspiel am Sonntag gegen Lemgo nicht nur wie gewohnt im TV auf SKY oder über das DHfK-Fanradio live verfolgen, sondern kommen in den Genuss von einem ganz besonderen Live-Format. Mit der SC DHfK HELDEN-ECKE wird es am Sonntag ab 15:45 Uhr während der kompletten Begegnung direkt vom Spielfeldrand einen Live-Talk mit verschiedenen Experten und ehemaligen Spielern geben, wo alle wichtigen Aktionen auf der Platte ausgewertet und zahlreiche Hintergrundinfos zum Spiel geliefert werden.
Gäste in der SC DHfK HELDEN-ECKE sind unter anderem Andreas Rojewski, der von 2016 bis 2019 für die Leipziger auf Torejagd ging und der ehemalige Lemgo-Profi Fabian van Olphen. Auch auf Kult-Handballer Maik Wolf, einer der Protagonisten beim ersten Aufeinandertreffen von Leipzig und Lemgo im Jahre 2007, dürfen sich die DHfK-Fans freuen. Während der Talkrunde wird es zudem mehrere Liveschaltungen zum DHfK-Fanradio geben. In der Halbzeit bzw. nach dem Spiel kommen dann auch Geschäftsführer Karsten Günther, Spieler der aktuellen Mannschaft und Chefcoach André Haber zu Wort.
Übertragen wird die SC DHfK Helden-Ecke bei Facebook und auf der neuen Webseite des SC DHfK Handball unter: www.scdhfk-handball.de/live

Die Handballer des SC DHfK Leipzig stehen vor dem ersten „Geisterspiel“ ihrer Vereinsgeschichte. Am Sonntag um 16 Uhr empfangen die grün-weißen Handballer vor leeren Rängen den TBV Lemgo Lippe. Wie es der Zufall will, war Lemgo auch jener Gegner, gegen den der SC DHfK Handball unmittelbar nach seiner Neugründung im Jahre 2007 zum ersten Mal vor vollem Haus spielen durfte. Der Name TBV Lemgo wird also für immer in Verbindung stehen mit dem ersten ausverkauften Spiel und zugleich dem ersten Geisterspiel der grün-weißen Handballer.
Damals, am 19. September 2007, mussten sich die Leipziger (zu diesem Zeitpunkt noch Viertligist) deutlich mit 21:37 geschlagen geben. Ein solch klares Ergebnis ist für die Partie am Sonntag keineswegs zu erwarten, denn beide Teams sind derzeit direkte Tabellennachbarn. Die DHfK-Männer haben allerdings durch die Spielverlegungen gegen Essen und Balingen erst zwei Partien weniger gespielt.
Nachdem beim SC DHfK mehr als die halbe Mannschaft durch das Coronavirus außer Gefecht gesetzt und bis vor wenigen Tagen noch gar nicht absehbar war, welche Spieler Chefcoach André Haber am Sonntag überhaupt auf die Platte schicken kann, hat sich die Lage inzwischen etwas entspannt. Mit Bastian Roscheck, Niclas Pieczkowski, Lukas Binder und Gregor Remke haben nach umfangreichen medizinischen Untersuchungen im Universitätsklinikum Leipzig bereits weitere vier betroffene Spieler eine Freigabe von Mannschaftsarzt Prof. Dr. Pierre Hepp erhalten und ihre ersten Trainingseinheiten mit dem Team absolviert. Trainer André Haber hofft, dass sich bis zum Spiel noch der eine oder andere Profi dazugesellt. Voraussetzung für einen Einsatz am Sonntag ist jedoch die Teilnahme an mindestens einem Mannschaftstraining.
André Haber bedankt sich ausdrücklich beim Nachwuchs und der medizinischen Abteilung
„Dass wir am Sonntag überhaupt antreten können, haben wir zum einen der fantastischen Arbeit unserer medizinischen Abteilung zu verdanken, angefangen von unseren Mannschaftsärzten Prof. Pierre Hepp und Dr. René Toussaint sowie den Ärzten am Universitätsklinikum Leipzig bis hin zu unseren Physios. Zum anderen muss ich auch unseren Nachwuchssportlern und Nachwuchstrainern ein Riesenkompliment machen. In den letzten anderthalb Wochen haben wir gemeinsam mit vielen Spielern aus der A-Jugend und U23 trainiert, die gewährleistet haben, dass wir unsere Trainingsabläufe beibehalten und auch 6 gegen 6 nachstellen konnten. Ich bin total dankbar, dass das so funktioniert hat. Nur durch unseren Nachwuchs und die medizinische Abteilung konnten wir diese Sondersituation so gut meistern und es zeigt einmal mehr, wie gut dieser Verein aufgestellt ist, sodass ich heute sagen kann: Wir wollen das Spiel am Sonntag gewinnen und wir haben auch eine Chance!“
Für Gästetrainer Florian Kehrmann ist das Auswärtsspiel in Leipzig eine kleine Wundertüte: „Wir wissen, dass Leipzig eine längere Zeit nicht gespielt hat und teilweise nicht trainieren konnte. Wir wissen aber, dass sie gerade zu Hause sehr stark sind und mit einer sehr guten Defensive spielen. Leipzig hat immer ein sehr körperliches und präsentes Spiel. Sie werden versuchen, den Angriff unter Druck zu setzen und daraus Gegenstöße zu spielen. Darauf werden wir uns einstellen. “
Heimvorteil trotz leerer Ränge
Der SC DHfK Leipzig macht das erstes Geisterspiel der Vereinsgeschichte zum großen Event für alle Fans und die Mannschaft. So hat sich der Verein zahlreiche Aktionen überlegt, wie die SC DHfK HELDEN-ECKE oder die VIRTUELLE DKB FANTRIBÜNE, um das Spiel trotz Zuschauerverbot für seine Fans „erlebbar“ zu machen. Auch für das Team auf der Platte soll trotz der leeren Tribünen eine Heimspielatmosphäre erzeugt werden. Die Tribünen in der QUARTERBACK Immobilien ARENA werden am Spieltag auch ohne Fans in grün und weiß erstrahlen.
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Nach der ersten Staffel des DHfK-Fitnesskurses im Sommer und dem überwältigenden Erfolg der Videoreihe „Sport Frei! Die digitale DHfK-Sportstunde zum Mitmachen“, die der SC DHfK Handball während des ersten Lockdowns regelmäßig ausgestrahlt hatten, startet am Mittwoch den 18.11.2020 um 11 Uhr auf dem YouTube-Kanal und der Facebook-Seite des Vereins die zweite Staffel des DHfK-Fitnesskurses. Produziert wird die neue Videoserie zum Nachmachen von Medienpartner Sachsen Fernsehen in Zusammenarbeit mit der AOK PLUS.
Nachdem bei den „Sport Frei!“-Videos primär Kinder und deren Eltern angesprochen wurden, um durch die Allianz Handball Schule ein alternatives Bewegungsangebot zur Verfügung zu stellen, als zwischen März und Mai die Schulen geschlossen hatten, richtet sich der DHfK-Fitnesskurs nun an die vielen Freizeit- und Nachwuchshandballer, die derzeit aufgrund des zweiten Lockdowns keine Sporthallen betreten dürfen.
Entsprechend der derzeit geltenden gesetzlichen Richtlinien wurden die Fitnessvideos speziell für ein Training an der frischen Luft für eine oder zwei Personen konzipiert. Die handballspezifischen Bewegungen und Übungen wurden von Hagen Pietrek, dem Athletiktrainer des Bundesligateams und der SC DHfK Handball Akademie, entwickelt und werden in jeder Folge von verschiedenen Profihandballern vorgeführt. Durch die erste Folge des neuen grün-weißen Fitnesskurses leiten am Mittwochvormittag Torhüter Joel Birlehm und Rechtsaußen Lucas Krzikalla. Sämtliche Einheiten zielen darauf ab, dass sie jedem Freizeitsportler dabei helfen, seine Vitalität und die persönliche Fitness außerhalb der Trainingshalle zu erhalten bzw. zu steigern.
Passend zur Realisierung dieses gemeinsamen Projektes haben der SC DHfK Handball und Gesundheitspartner AOK PLUS ihre Partnerschaft verlängert. Die AOK PLUS bleibt neben ihrem Engagement bei den Profis auch Goldsponsor der Leipziger Handball Akademie. Wie wichtig ein vertrauensvoller Gesundheitspartner und eine starke Krankenkasse für einen professionellen Sportverein ist, hat sich in den vergangenen Wochen deutlich gezeigt, als mehr als die halbe Mannschaft des SC DHfK Handball durch das Coronavirus außer Gefecht gesetzt war.
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