Mit einer schweren Hypothek, die durch vier Niederlagen in den ersten vier Auftritten der neuen Saison 2025/26 nichts Zählbares einbrachten, stand für die Drittliga-Handballer des SC DHfK II am 28. September das Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer der Staffel Nord-Ost MTV Braunschweig (10:0 Punkte) auf dem Programm. Angesichts der Ausgangslage war zu erwarten, dass die Leipziger von Trainer Matthias Albrecht in diesem Duell nur als krasse Außenseiter antreten können. Die routinierten Gäste aus Niedersachsen wurden über die gesamte Partie ihrer Favoritenrolle gerecht - und haben einen deutlichen 29:41 (13:20) -Auswärtssieg eingefahren.
SC DHfK Leipzig- MTV Braunschweig 29: 41 (13:20)
Vor 75 Fans in der kleinen Arena-Halle zeigten die MTV-Männer sofort, dass an den momentanen
Kräfteverhältnissen keine Zweifel bestehen, denn sie starteten mit 0:3, 2:5 (5. Minute), erhöhten auf 5:9 (14.) sowie 10:15 (25.) - und gingen mit einem Sieben-Tore-Vorsprung in die Pause.
Dabei konnten sie mehrfach ihr Konzept mit sieben Feldspielern (ohne Keeper) erfolgreich umsetzen. Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Braunschweiger sicher das Geschehen. Obwohl die Grün-Weißen zunächst verkürzten 17:23 (33.), erhöhte der Gegner binnen fünf Minuten mit einem 4:0-Lauf auf eine zweistellige Differenz (17:27). Dagegen fanden die mühevoll kämpfenden Hausherren durch Ballverluste (technische Fehler), verpasste Chancenverwertung und Mängel beim Abwehrverhalten keine passenden Antworten auf die starken Positionsangriffe und sicheren Abschlüsse des Kontrahenten. Die Gäste hatten ihre stabile Führung über 24:34 (49.) sogar auf 26:41 (56.) ausgebaut. Den Leipzigern gelang aber noch eine bescheidene Ergebniskosmetik, denn sie erzielten in den letzten zwei Minuten drei Tore. Bester DHfK-Schütze war Nick Volmert mit neun Treffern.
Horst Hampe
Trainerstimme Matthias Albrecht:
Wir können grundsätzlich im Angriff zufrieden sein, da wir gute Lösungen finden, dynamisch im Weiterspielen sind und gute Entscheidungen treffen. Wir erarbeiten uns immer wieder gute Chancen, aber dann lassen wir zu viele Bälle liegen, besonders bei Würfen auf das leere Tor. In der Deckung ist es streckenweise so, dass wir mit zu wenig Leidenschaft, Bereitschaft und Beinarbeit verteidigen, was wir allerdings über die Spielzeit müssen. So konnten wir Braunschweig nicht gefährlich werden, aber beweisen, dass wir mithalten können. In dieser wichtigen Trainingswoche geht es jetzt darum, sich auf das kommende Spiel gegen die HSG Ostsee N/G vorzubereiten, um den Auswärtssieg zu holen.
Aufstellung SC DHfK Leipzig
Huber, Guretzky;
Voß 1, Volmert 9, Zimmermann 2, Gauer 3, Häcker 5/2, Brix, Klecar 1, Kremen 4, Hollenberg, Pietrusky 3, Börner 1, Kramm, Schmuck, Faske
Siebenmeter: 2/5 : 2/3
Strafminuten: 6 : 12
Die U17 der Leipziger wollte am Samstag den ersten Saisonsieg in der Jugendbundesliga B einfahren. Nach knappen Auftaktniederlagen gegen Braunschweig (36:33) und Magdeburg (35:33) traf das Team auf die NSG EHV/Nickelhütte/Aue. Die Aue/Chemnitzer gingen mit einem deutlichen 26:38-Auswärtserfolg gegen den Dessau-Roßlauer Handballverein 06 im Rücken ins Spiel und standen auf dem 4. Tabellenplatz in der Liga. Die Leipziger, als 5. Platzierte, waren ab 16 Uhr in der Erzgebirgshalle in Lößnitz gefordert. Der SC DHfK Leipzig legte schnell die Außenseiterrolle ab und dominierte das Spiel. Ihnen gelang es, die ersten wichtigen Punkte zu holen und einen deutlichen Auswärtssieg einzufahren.
NSG EHV/Nickelhütte/ Aue - SC DHfK Leipzig 34: 47 (15:22)
Die Leipziger übernehmen schnell die Führung
Von Beginn an beweisen die Leipziger ihren Kampfgeist, ist die Führung ab der 5. Minute auf ihrer Seite mit einem Treffer von Till Stricker zum 4:7. Die folgende Überzahl nutzen sie aus, erhöhen sie auf 5:10 und werden erst durch einen Lauf der Chemnitzer gestoppt. (8:10/13.) Besonders gelingt es den Leipzigern, in ein breites Spiel zu gehen und Till Stricker auf der Außenposition zum Abschluss kommen zu lassen. Er netzt in den nächsten drei Angriffen ein. (8:14/19.) Nach der Auszeit der Gastgeber bleibt das Spiel weiterhin in der Hand der Leipziger. Sie überstehen die Unterzahl mit einem Gegentreffer und verwandeln gleich zweimal. Kurz vor Abpfiff trifft Karl Luis Viehmann zum 15:22.
Nach dem Seitenwechsel lassen die Leipziger mit ihrer Leistung nicht nach, verwandelt Mats Schneider den erhaltenen Siebenmeter zum 16:23. In der 42. Minute liegt der Vorsprung bei 7 Toren, der durch einen 0:3-Lauf auf 10 Tore ausgebaut wird. Die Leipziger finden immer wieder die Lücken in der Abwehr und zwingen in der Defensive die Gegner zu Abschlüssen, die nicht im Tor ankommen. In der 48. Minute, nach einem weiteren 0:3-Lauf, trifft Tom Weißig zum 26:39. Die Gäste müssen noch ein weiteres Mal in Unterzahl agieren, doch da ist das Spiel schon entschieden und die Leipziger können nach 60 Minuten über ihren Sieg jubeln.
Trainerstimme Jonas Hönicke:
Wir haben nahezu eine fehlerfreie Wurfquote und konnten uns, wenn wir durch waren, uns fast immer belohnen. Gegen die Abwehr von Aue haben wir gute Lösungen gefunden und damit im Angriff 47 Tore geworfen. Trotzdem kommt es zu zu vielen einfachen Fehlern, die uns ein noch besseres Ergebnis gekostet haben, vor allem in der Abwehr. In der 1. Halbzeit verteidigten wir gut in einem schnellen Spiel. In der 2. Halbzeit ist es dann ein Hin und Her, wobei wir die bessere Torhüterleistung aufweisen. Aber insgesamt fehlt in der Abwehr noch die Härte, setzen wir zu wenig Stoppfouls und nutzen nicht die clevere Deckungsweise, um einfache Ballgewinne zu erzielen. Daran werden wir arbeiten und freuen uns auf unser kommendes Heimspiel.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Guretzky, Sonntag;
Denk, Schneider 7/3, Kowolik, Wagawa 1, Gragert 1, Toth 5, Hamperl 4, Stricker 8, Weißig 3, Weber 4; Högl 5, Viehmann 9
Siebenmeter: 1/2 : 3/3
Strafminuten: 4 :10
Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt stand für die U19 die nächste Herausforderung an: das Auswärtsspiel gegen die Füchse Berlin Reinickendorf. Die Partie der Jugendbundesliga A fand am Freitag, 26.09., um 19:00 Uhr in der Lilli-Henoch-Sporthalle statt.Die Leipziger (Platz 7, 2:2 Punkte) trafen auf einen Top-Gegner: Die Füchse rangieren nach zwei Auftaktsiegen, unter anderem einem 40:37 gegen den HC Empor Rostock, auf dem 2. Tabellenplatz und waren die klaren Favoriten. Doch die Leipziger setzten darauf, an die sichtbare Leistungssteigerung aus dem Flensburg-Spiel anzuknüpfen. Das gelang ihnen auch, konnten sie in der 1. Halbzeit kurzzeitig einen Vorsprung von 6 Toren aufbauen. Allerdings blieben die Punkte am Ende in Berlin, war es das letzte entscheidende Tor von Leo Nowak in der 58. Minute.
Füchse Berlin Reinickendorf - SC DHfK Leipzig 34:33 (15:17)
Die Leipziger machen es dem Favoriten schwer
Das Spiel startet auf Augenhöhe. Kann der SC DHfK Leipzig auch in Unterzahl die Deckung der Füchse überwinden? So gleicht Albert Sandeck in der 5. Minute zum 3:3 aus. Ab der 16. Minute gelingt den Leipzigern ein Lauf von 6 Toren, der auch nicht durch die Auszeit der Gastgeber gestoppt werden kann (9:15/24.). In Führung gehend, ist es an den Füchsen, den Vorsprung zu minimieren, was sie mit einem 5:0 Lauf erreichen (14:15/29.). In der letzten Minute vor der Pause netzen Marco Schmuck und Albert Faske für die Grün-Weißen noch ein. Der Freiwurf von Filip Dominikovic landet im Tor, und so steht es zur Pause 15:17.
Nach dem Seitenwechsel übernehmen die Füchse die Führung, verwandelt Leo Novak zum 20:19, und Albert Faske erhält eine 2-Minuten-Strafe. Ab der 39. Minute werden die folgenden drei Angriffe als Siebenmeter ausgeführt, wobei der SC DHfK einen und die Füchse zwei treffen (24:22/43). Die Gastgeber setzen sich nicht ab, und die Leipziger holen immer wieder den Ausgleich, so durch Rune Magnus Klecar in der 51. Minute zum 29:29. In der 58. Minute wählen die Berliner ihre letzte Auszeit, die sie zur Absprache des wichtigen Angriffs nutzen. Der entscheidende Treffer, der die Leipziger sich nicht für ihr starkes Spiel belohnen lässt.
Trainerstimme Thomas Kölblin;
Erst einmal bin ich sehr stolz auf die Mannschaft, da wir das umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen haben, z.B. im Angriff mit guten Isolationen und Kreuzbewegungen. Wir haben 33 Tore geschossen, was eine sehr gute Leistung aufzeigt, auch wenn wir ein paar 100%-Möglichkeiten liegen gelassen haben. Das Torhüterduell gewinnen die Berliner, was ausschlaggebend für die Niederlage ist. Doch wir verteidigen fast perfekt über 60 Minuten und halten den Rückraumrechten Fynn Paulicks bei 3 Toren. Auch Leo Nowaks können wir bei knapp 10 Toren aus dem Feld halten, allerdings reicht das nicht für den Sieg. Aber ich bin sehr stolz, weil die Entwicklungskurve nach oben geht und im Rückspiel werden wir den Sieg holen.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Potschies, Hillgruber;
Faske 3, Häfner; Greilich; Klecar 7, Greiner 1, Illge 4, Sandeck 3, Schneider, Stolle 1, Schmuck 11/7, Grunow, Busch 2, Schäfer, Kramm 1
Siebenmeter: 4/4 : 7/7
Strafminuten: 12 :10
Beitragsbild; Timo Krause
Im dritten Saisonspiel fuhren wir zum Kontrahenten HC Elbflorenz. In diesem Auswärtsspiel wartete erstmalig eine gleichaltrige Mannschaft auf uns. Hochmotiviert ging unser Team in den Wettkampf mit einer traditionell äußerst offensiv ausgerichteten Abwehr des Gastgebers. Nach kurzer Anlaufzeit bespielten wir den Gegner erfolgreich mit Doppelpässen und druckvollen 1-1 Verhalten.
Kleinere Probleme gab es in der Verteidigung von Pässen und der Abwehrarbeit auf den Außen im Zusammenspiel mit den Torhütern. Mit einer geschlossenen Teamleistung brachten sich alle Feldspieler in die Torschützenliste ein. Ein besseres Endergebnis verhinderten noch zahlreiche Fehlwürfe aus sehr guten Wurfpositionen. Insgesamt können wir von einem guten Auftritt unserer Mannschaft sprechen und es ist eine positive Leistungsentwicklung in der neuen Altersklasse sichtbar.
HC Elbflorenz U 14 – SC DHfK U14 23 : 34 (13:20)
Aufstellung der SC DHfK U14
Wilke; Dresler 2P.=22%; Kraatz 3 P.= 23%/1;
Auerbach 5/1; Loest 4/6; Märten 4/2; Knoll 2/1; Richter 1/1, Schirmer 3/1; Thorn 2/0; Trautzsch 2/4; Warschun 5/0; Weber 3/2; Reuter 3/4
Die Drittliga-Handballer des SC DHfK II sind auch beim vierten Auftritt in der Saison 2025/26 leer ausgegangen, denn sie haben am 21. September das Heimspiel gegen den Tabellensiebten TSV Altenholz mit 31:39 (18:20) verloren. Das junge Leipziger Team von Trainer Matthias Albrecht ist momentan mit 0:8 Punkten (119:149 Toren) Schlusslicht der Sechzehnerstaffel Nord-Ost. Das Abrutschen in den Tabellenkeller war eigentlich nicht zu erwarten, weil die Grün-Weißen am 6. September trotz der Niederlage im Heimspiel gegen Stralsund (34:37) ihre Eingespieltheit deutlich verbessert hatten. Allerdings konnten sie eine Woche danach bei der 28:36-Auswärtsniederlage in Oranienburg diesen Aufwärtstrend nicht bestätigen. Dennoch bestanden bei den Leipzigern vor 120 Fans in der kleinen Arena-Halle gegen die Schleswig-Holsteiner Hoffnungen auf Zählbares, denn sie hatten zuletzt im Heimspiel am 12. April 2025 die Gäste knapp mit 30:29 bezwungen.
SC DHfK Leipzig - TSV Altenholz 31:39 (18: 20)
Gute Anfangsphase- Schwierige Endphase
Das Sonntagsspiel am 21. September wurde mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen, weil die Gäste bei der Anreise lange im Stau standen. In der ersten Halbzeit wurde ein gleichwertiges Duell auf Augenhöhe - über 4:4 (7. Minute) und 9:9 (14.) geboten. Obwohl die Hausherren mit 11:9 (17.) in Front lagen, konnten sie mit 13:13 und 16:16 (26.) den Ausgleich und auch den Zwei-Tore-Pausenrückstand in der 30. Minute nicht abwenden.
Nach dem Seitenwechsel blieb zunächst der Ausgang der Partie noch völlig offen (21:22/33.). Doch danach dominierten zunehmend die Norddeutschen das Geschehen, denn sie gingen mit 22:27 (40.) in Führung und bauten ihren Vorsprung auf 25:33 (52.) aus. Dagegen konnten die Gastgeber im Abwehrverhalten, durch technische Fehler und bei der Chancenverwertung nicht mehr an das Niveau des ersten Durchgangs anknüpfen. Obwohl sie fünf Minuten vor Abpfiff auf 28:34 verkürzten, steuerte das TSV-Team den Auswärtssieg mit acht Toren Differenz souverän ins Ziel.
Bester DHfK-Schütze war Franz Häcker mit dreizehn Treffern.
Horst Hampe
Trainerstimme:
Wir spielen eine gute erste Halbzeit, können uns jedoch nicht belohnen, weil wir gut herausgespielte Chancen nicht nutzen. Damit gehen wir mit einem Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit lassen wir Bälle liegen und verlieren hinten zu viele Zweikämpfe. Jetzt heißt es daran zu arbeiten, dass wir konsequenter in der Deckung und im Angriff sind, um uns am Ende zu belohnen.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
DHfK -Kader:
Huber, Guretzky
Pietrusky 2, Volmert 1, Kremen, Hollenberg 1, Häcker 13//3, Brix 2, Gauer 5, Voß 3, Zimmermann 1, Kramm 2, Faske 1, Stürzebecher, Schmuck, Börner
Siebenmeter: 3/4 : 2/3
Strafminuten: 8 : 6
Leipzig kann das Tempo des Rekordmeisters nur phasenweise mitgehenDie Handballer des SC DHfK Leipzig mussten sich am Sonntagabend dem Favoriten trotz starker Phasen deutlich geschlagen geben. Mit 18 Treffern in der ersten Halbzeit zeigten die Grün-Weißen eine ansprechende Offensivleistung, doch der Rekordmeister aus Kiel legte ein wahres Höllentempo vor und erzielte in den ersten 30 Minuten sogar 23 Treffer. Nach zwischenzeitlichem 7-Tore-Rückstand kam Leipzig noch einmal auf drei Treffer heran, doch am Ende setzte sich der neue Tabellenführer der Handball-Bundesliga souverän mit 34:41 durch.
Aufgrund der großen Personalprobleme am Kreis – Moritz Preuss und Luka Rogan standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, zudem war Tim Hertzfeld mit Dessau im Einsatz – hatten die Leipziger ihren früheren Kapitän Thomas Oehlrich für die Partie reaktiviert. Und der 41-jährige Routinier versetzte die 4.500 Fans in der ARENA gleich mal in Ekstase, als er in der 7. Spielminute sein erstes Bundesligator seit 4 Jahren erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die DHfK-Männer mit 4:6 zurück, nach einer Viertelstunde war der Rückstand auf 8:12 angewachsen.
Nun kam Domenico Ebner für den bis dahin glücklosen Ex-Kieler Tomáš Mrkva in den Kasten und entschärfte auch direkt einen Wurf. Leipzig blieb in Schlagdistanz und hatte beim 11:14 die Chance, per Siebenmeter wieder auf zwei Treffer zu verkürzen. Nachdem er seine ersten beiden Strafwürfe sicher verwandelt hatte, scheiterte Tomáš Piroch diesmal jedoch an Andreas Wolff, der den Ball an den Pfosten lenkte. Einige Minuten später wackelte erneut das Aluminium: diesmal knallte Lukas Binder einen Siebenmeter an die Latte. Solche Szenen waren, ebenso wie eine vergebene Konterchance von Blær Hinriksson, ausschlaggebend dafür, dass der SC DHfK den Halbzeitstand nicht knapper gestalten konnte. Trotz ordentlicher 18 Treffer ging Leipzig mit einem 5-Tore-Rückstand in die Pause.
Die zweite Hälfte begann direkt mit einer Aktion zum Zungeschnalzen: Mit feinem Händchen drehte Blær Hinriksson den Ball vorbei an Andreas Wolff zum 20:24. Doch die Kieler drückten weiter gnadenlos aufs Tempo. Keine 36 Minuten waren gespielt, da erhöhte Eric Johansson auf 21:28. Allerdings zeigte auch Leipzig, dass es durchaus in der Lage war, das hohe Tempo mitzugehen. Innerhalb von drei Minuten sorgten Semper, Lönn, Binder und nochmals Semper für vier Leipziger Treffer in Serie – nur noch 25:28. War doch noch die große Überraschung möglich?
Leider nicht. Der neue Tabellenführer antwortete mit einem eigenen 4:0-Lauf und ließ anschließend nichts mehr anbrennen. Als die Schlussviertelstunde anbrach, war die Partie beim Zwischenstand von 27:34 quasi entschieden. Die Kieler enteilten zwischenzeitlich sogar auf zehn Tore (28:38), doch die DHfK-Männer gaben nicht auf und betrieben in den Schlussminuten noch Ergebniskosmetik. Auch Thomas Oehlrich durfte sich erneut in die Torschützenliste eintragen. Den letzten Treffer des Tages erzielte schließlich Franz Semper aus dem Rückraum zum 34:41-Endstand.
Die nächste Aufgabe für den SC DHfK Leipzig wartet am kommenden Samstag in der Mannheimer SAP-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen. Das nächste Heimspiel steigt am 4. Oktober gegen die SG Flensburg-Handewitt.
Filip Jícha (Trainer THW Kiel):
„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft und damit, wie das Spiel verlaufen ist. Wir waren sehr fokussiert. Wir waren auch die Mannschaft, die unbedingt aufs Gaspedal drücken wollte. Das ist uns gelungen. Die Wurf- bzw. Angriffseffizienz (23 Tore aus 30 Angriffen) in der ersten Halbzeit ist schon ein unglaublich guter Wert. Das hat uns eine gute Basis gegeben, um das Spiel weiter erfolgreich zu gestalten. In der zweiten Halbzeit kamen wir in eine Situation, in der wir unsere Chancen nicht nutzten und Probleme im Abschluss hatten. Dann haben uns die Leipziger in dem Sinne bestraft, dass sie einen 4:0-Lauf hatten. Mich hat gefreut, dass wir sofort mit einem 4:0-Lauf geantwortet haben. Die Leipziger haben uns aufgrund technischer Fehler zwei, drei Bälle geschenkt. Dann waren wir wieder die Mannschaft, die das Spiel im Griff hatte. Wie gesagt: eine schöne Momentaufnahme für die Mannschaft. Die Jungs arbeiten mit viel Lust, und wir freuen uns, dass nun zwei Heimspiele folgen.“
Raúl Alonso (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Wir wussten, dass Kiel von der ersten Sekunde da sein würde, haben aber viel zu lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Wenn du 34 Tore gegen den THW wirfst und trotzdem mit minus sieben verlierst, ist klar, wo es gehakt hat. Kiel war heute in allen Mannschaftsteilen sehr gut abgestimmt, wir hatten zu selten dauerhaft Lösungen. In der zweiten Halbzeit sind wir mit Kampf und Tempo nochmal zurückgekommen, auch dank ein paar Paraden. Aber drei, vier einfache Ballverluste bringen Kiel sofort zurück in den Rhythmus – das bestrafen sie gnadenlos. Dem Team kann ich den Einsatz nicht absprechen, doch mit so einer großen Lücke ist es extrem schwer, das Spiel vernünftig zu Ende zu bringen. Wir hatten uns das Heimspiel anders vorgestellt. Gratulation an Kiel – wir müssen im nächsten Spiel von Beginn an eine ganz andere Energie zeigen.“
SC DHfK Leipzig gegen THW Kiel 34:41 (18:23)
Tore SC DHfK: Hinriksson 8, Piroch 6, Binder 6, Bogojevic 4, Semper 4, Oehlrich 2, Khairi 2, Lönn 1, Peter 1
Tore THW Kiel: Laube 10, Johansson 8, Skipagøtu 7, Jacobsen 4, Madsen 4, Zerbe 3, Imre 3, Reinkind 1, Nacinovic 1
Siebenmeter: Leipzig 2/4, Kiel 4/4
Paraden: Leipzig 10, Kiel 10
Zeitstrafen: Leipzig 6 Min, Kiel 4 Min
Technische Fehler: Leipzig 13, Kiel 5
Zuschauer: 4.462 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA
An diesem Sonntag um 16:30 Uhr musste sich die U17 in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle in Magdeburg beweisen. Im Spiel gegen den SC Magdeburg ging es für das Team um wichtige Punkte für die Vorrunde 3 der B-Jugend. Die Leipziger gingen mit einer Niederlage gegen den MTV Braunschweig (36:33) im Rücken in die Partie. Der SC Magdeburg konnte sein letztes Spiel jedoch für sich entscheiden und schlug den Dessau-Roßlauer Handballverein 06 mit 35:24.
SC Magdeburg - SC DHfK Leipzig 35:33 (17:16)
Ein ausgeglichenes Spiel ohne Belohnung
Die Partie beginnt für beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei der Magdeburger Anton Bahr zum 4:4 einnetzt (6.). Danach übernehmen die Gastgeber die Führung, doch Mats Schneider verwandelt den Anschlusstreffer zum 8:7 in der 12. Minute. In der 17. Minute erhält Franz Hamperl eine 2-Minuten-Strafe, die die Leipziger ohne Gegentreffer überstehen. Christopher Toth überwindet die Abwehr aus dem Rückraum und trifft zum erneuten Ausgleich in der 21. Minute (13:13). Die Überzahl können die Gäste nicht nutzen, wodurch sie mit einem Rückstand in die Pause gehen.
In der 2. Halbzeit können die Leipziger weiterhin ihre Chancen nutzen, so verwandelt Karl Luis Viehmann in der 34. Minute zum 19:19. Während sie im Angriff ihre Abschlüsse finden, kommt es in der Defensive zu Lücken, wodurch Magdeburg immer wieder ausgleichen kann. In der 59. Minute müssen die Leipziger eine Disqualifikation hinnehmen und einen Siebenmeter, der Magdeburg den Sieg bringt. Damit holen die Leipziger keine 2 Punkte auswärts.
Aufstellung des SC DHfK Leipzig
Guretzky, Sonntag;
Denk, Schneider 12, Kowolik, Wagawa, Toth 5, Hamperl, Stricker 2/1, Weber 1, Högl 3, Viehmann 10/2, Bube
Siebenmeter: 6/8 3/5
Strafminuten: 14 : 6
Im ersten Heimspiel der Saison gegen den bisher ungeschlagenen Radeberger SV leistete sich unser Team in der ersten Halbzeit einen totalen Fehlstart. Mangelhafte körperliche und geistige Bereitschaft für ein Spitzenspiel führten zu einem 7 Tore Rückstand bis zur Halbzeitpause. Unsere gesamte Mannschaft war nicht in der Lage den gegnerischen Haupttorschützen und Vorlagengeber ernsthaft zu stören. 22 Gegentore in den ersten 25 Minuten zeigen große Defizite in der Einstellung zum Kampfspiel Handball.
Erst nach der Halbzeitpause steigerte sich unsere Mannschaft in allen Belangen. In der Abwehr störten wir zunehmend das Passspiel der Radeberger und konnten erfolgreich Bälle wegfangen. So holten wir bis zur 40 Spielminute die 8 Tore auf und es entwickelte sich eine äußerst spannende Schlussphase. Hier profitierten wir von der zunehmenden Ermüdung des Gegners und mit viel Einsatz konnten wir endlich auch über die Außenpositionen erfolgreich Tore erzielen. Mit den wiederum über 30 Gegentoren können wir mit unserem Abwehrverhalten absolut nicht zufrieden sein.
Der Radeberger SV wird, wie auch schon unser erster Wettkampfgegner SG LVB, in der Saison 25/26 um die Medaillen spielen und damit ein direkter, ernstzunehmender Kontrahent für unsere Mannschaft in der Endtabelle darstellen.
SC DHfK U 14 – Radeberger SV 36 : 35 (15:22)
Unser Team: Dresler 3 P.= 13%; Wilke 3 P.= 17%; Auerbach 4/2; Loest 7/7; Märten 10/2; Knoll 3/1; Richter 1/0; Schirmer; Thorn 1/0; Trautzsch 0/1; Warschun 4/1; Weber; Reuter 6/5
Oranienburger HC vs. SC DHfK Leipzig II 36:28 (17:13)
In der Vorwoche hatten die Drittliga-Handballer des SC DHfK II das Heimspiel gegen Stralsund verloren (34:37), dennoch ist der neuformierten Truppe im Vergleich mit dem Auftaktauftritt gegen Eider Harde (26:37) eine deutliche Stabilisierung der Eingespieltheit gelungen.
Am 13. September musste das junge Leipziger Team von Trainer Matthias Albrecht beim Zwölften der Sechzehnerstaffel Nord-Ost Oranienburger HC (2:4 Punkte) antreten. Angesichts der am 6. September gebotenen Vorstellung war zu hoffen, dass die Grün-Weißen an dieses Leistungsniveau anknüpfen können. Diese Erwartungen wurden allerdings nicht erfüllt, denn die Sachsen sind auch im dritten Saisonspiel mit einer 28:36 (13:17) - Auswärtsniederlage leer ausgegangen und haben nichts Zähkbares auf ihrem Konto (0:6 Punkte).
Obwohl die Gäste vor 682 Fans in der MBS-Arena im ersten Durchgang über 5:5 (9. Minute) bis zum 10:10 (20.) gleichwertige Akzente auf Augenhöhe setzten, konnten sie danach ihre Positionsangriffe und das Abwehrverhalten nicht mehr stabil halten, dadurch gerieten sie ins Hintertreffen (11:14/25.) und gingen mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Gäste nicht weiter abschütteln (20:17/36.). Die Hausherren dominierten aber danach zunehmend das Geschehen, denn sie bauten ihren Vorsprung binnen acht Minuten auf 25:19 aus. Dagegen leisteten sich die Gäste mehrfache Ballverluste durch technische Fehler, die dem cleveren OHC -Team im Gegenzug eine Erhöhung der Differenz auf 31:22 (50.) einbrachte und als vorzeitige Entscheidung der Partie nicht mehr abzuwenden war. Bester DHfK-Schütze war Franz Häcker mit sechs Treffern.
Horst Hampe
SC DHfK II: Huber, Guretzky; Voß 3, Volmert 5, Kremen 3, Hollenberg 2, Gauer 4, Häcker 6/2, Brix 1, Zimmermann, Pietrusky 2, Stürzebecher 1, Börner 1, Greilich.
Siebenmeter: 2/5 : 2/2
Strafminuten: 6 : 6.
Der SC DHfK Leipzig hat sich am vierten Spieltag der DAIKIN HBL bei FRISCH AUF! Göppingen ein 24:24-Unentschieden erkämpft und sich nach starker Auswärtsleistung einen verdienten Punkt gesichert.
Bereits vor dem Anpfiff mussten die Sachsen einen Rückschlag verkraften: Kreisläufer Moritz Preuss fällt mit einer Muskelverletzung mehrere Wochen aus. Damit ruhte die Verantwortung am Kreis auf Youngster Tim Hertzfeld, der seine Chance sofort nutzte.
Die Leipziger erwischten den besseren Start: Während Domenico Ebner im Tor wichtige Paraden setzte, glänzte die Offensive mit viel Tempo und klaren Aktionen. Hertzfeld traf früh doppelt, Franz Semper legte zweimal auf und setzte selbst einen Treffer. Über 2:4 und 3:6 zogen die Gäste davon. Nach achteinhalb Minuten hatte Hertzfeld da bereits vier Treffer auf dem Konto. Die Göppinger Abwehr fand in dieser Phase kein Mittel gegen die kompakte Spielweise der DHfK.
Ein frühes Timeout von FRISCH AUF!-Coach Benjamin Matschke und die Umstellung auf eine 5:1-Deckung änderten zunächst wenig: Leipzig erhöhte durch Staffan Peter auf 5:10. Erst danach schlichen sich beim Team von Trainer Raúl Alonso Unkonzentriertheiten ein. Technische Fehler und schwächere Abschlüsse brachten FRISCH AUF! zurück ins Spiel. Die Hausherren stellten den Spielstand in der 24. Minute auf 10:10. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hertzfeld stellte mit seinem Treffer zum 11:11 nochmals Gleichstand her, ehe Blær Hinriksson per Siebenmeter den 12:13-Pausenstand für Leipzig markierte.
Nach dem Seitenwechsel blieb es beim offenen Schlagabtausch. Leipzigs Deckung stand kompakt, Torhüter Domenico Ebner erwischte weiter einen Sahnetag und parierte mehrfach stark – darunter auch einen Siebenmeter. Doch in dieser Phase dominierten Strafwürfe, Fehlwürfe und Torwartwechsel das Geschehen. Dennoch lag Leipzig mit 15:18 in Front, behauptete die Führung und stellte durch Tomáš Piroch auf 17:22.
Sechs Minuten vor dem Ende zeigte die Anzeigetafel beim Stand von 18:23 eine Fünf-Tore-Führung. Doch FRISCH AUF! pirschte sich gefährlich heran und verkürzte auf 20:23. Raúl Alonso nahm die Auszeit und forderte von seinem Team, den Sack nun endgültig zuzumachen.
Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. Leipzig leistete sich in dieser Phase einige technische Fehler und Ballverluste, die von den Hausherren bestraft wurden. So verkürzte Göppingen bis zur 57. Minute auf 21:23. Hinriksson brachte die Grün-Weißen zwar noch einmal auf Distanz (22:24), doch die Gastgeber antworteten postwendend. Am Ende teilten sich die Teams die Punkte bei einem Endstand von 24:24.
SC DHfK Leipzig – FRISCH AUF! Göppingen 24:24 (13:12)
Tore Leipzig:
Hertzfeld 5, Semper 2, Binder 3, Peter 3, Hinriksson 4, Piroch 3, Lönn 3, Khairi 1
Tore Göppingen:
Schiller 4, Schmidt 3, Neudeck 2, Aström 2, Gíslason 1, Hallbäck 3, Persson 3, ten Velde 3, Hofele 3
Siebenmeter: Leipzig 2/5, Göppingen 3/5
Paraden: Leipzig 15 (Ebner), Göppingen 11 (Saeverås/Buchele)
Zeitstrafen: Leipzig 12 Min, Göppingen 6 Min
Technische Fehler: Leipzig 14, Göppingen 8