Im Halbfinale des DHB-Pokalwettbewerbs der A-Jugend- Bundesliga haben die Handballer des SC Magdeburg und SC DHfK in der Hermann Gieseler-Halle vor 50 Zuschauern ein mitreißendes Duell geboten, das die Elbestädter nach Verlängerung mit 38:35 zu ihren Gunsten entschieden.

Nach regulären 60 Minuten stand die Partie 30:30 (14:16). Dieses Ergebnis war für die Leipziger von Trainer Matthias Albrecht allerdings ein schwerer Rückschlag, denn sie hatten das Geschehen über weite Strecken unter Kontrolle – und waren drei Minuten vor Abpfiff mit 30:27 vermeintlich auf der Siegerstraße. Doch  in der dramatischen Endphase konnten die Grün-Weißen ihren Vorsprung nicht ins Ziel retten. Den Gastgebern gelang in der letzten Minute eine spektakuläre Aufholjagd, die mit drei Toren binnen 30 Sekunden den Ausgleich und damit eine zusätzliche Spielzeit einbrachten.

„Ich habe noch keine passenden Worte für eine Erklärung gefunden. Diese Niederlage ist eine große Enttäuschung – und für uns alle extrem bitter. Wir hatten mehrere Chancen, den Deckel vorzeitig drauf zu machen und das Match in den eigenen Händen zu behalten. Doch am Ende hat der Gegner die einfachen Ballverluste unserer Jungs eiskalt mit Gegentreffern bestraft“, ärgerte sich Coach Albrecht.

In der Verlängerung (2×5 Minuten) hatten die Magdeburger moralische Vorteile, die schnell zu erfolgreichen Abschlüssen führten (8:5) – und das Aus der Leipziger im DHB-Halbfinale besiegelten. Beste DHfK-Werfer waren Niclas Heitkamp (neun) und Mika Sajenev mit acht Treffern.

DHfK- U19 : Seidemann, Kirschner;  Kock 5, Häcker 1, Sajenev 8, Heitkamp 9/2,  F. Leun 2, Hopfmann 2, Bones 5/1, J. Leun 2, Eckart 1, Seifert, Rathey.

7-m: 6/5 : 3/3.

Zeitstrafen: 10 : 10 Minuten.

Horst Hampe