Das war Abstiegskampf pur in der QUARTERBACK Immobilien ARENA. Die Handballer des SC DHfK Leipzig wollten gegen Stuttgart unbedingt zwei Punkte und gaben auf der Platte über 60 Minuten ihr letztes Hemd. Zudem mussten die Grün-Weißen den Umständen trotzen, dass mit Adam Lönn, Matej Klima und William Bogojevic alle drei Spieler auf Rückraum links nicht zur Verfügung standen. Trotzdem war Leipzig lange auf der Siegerstraße, doch kurz vor Schluss stand der SC DHfK plötzlich mit einem Drei-Tore-Rückstand mit dem Rücken zur Wand. Am Ende erkämpften sich die aufopferungsvoll kämpfenden Leipziger mit einem moralischen und emotionalen Kraftakt doch noch einen Punkt.
Mit Domenico Ebner und William Bogojevic hatte sich die Liste der Ausfälle kurzfristig um zwei weitere Krankmeldungen erweitert. So startete Spielmacher Blær Hinriksson im linken Rückraum. Nach 40 Sekunden erzielte Lucas Krzikalla die erste Leipziger Führung. Der Rechtsaußen war gemeinsam mit Nationalspieler Franz Semper der auffälligste Akteur der Anfangsphase. Viermal Krzikalla, fünfmal Semper – und so führte der SC DHfK Leipzig nach einer Viertelstunde mit 9:7.
Dann gesellten sich endlich auch weitere Torschützen hinzu. Luka Rogan erhöhte auf 10:7, Tomáš Piroch stellte auf 14:10. Die Vier-Tore-Führung der Grün-Weißen war absolut verdient und es war spürbar, dass die Jungs es unbedingt wollten. Zudem entschärfte Tomáš Mrkva einen Siebenmeter gegen Kai Häfner. Für Leipzig lief eigentlich alles nach Plan – es gab nur ein Problem: Dem TVB Stuttgart gelang es immer wieder, einen Siebenmeter herauszuholen. So netzte Häfner vom Strich zum 16:14 und 16:15.
Im letzten Angriff der ersten Hälfte ließen sich die Stuttgarter dann ganz viel Zeit und schafften es, ihren Angriff über mehr als eine Minute hinauszuzögern. Längst war Zeitspiel angezeigt, doch im allerletzten Moment brachte Lenny Rubin noch einen Wurf zustande, der unter der Latte zum 17:17-Halbzeitstand einschlug. Ärgerlich, denn gefühlt waren die Leipziger in den ersten 30 Minuten zwei oder drei Treffer besser gewesen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs legte Leipzig wieder vor. Franz Semper knallte zwei Bälle zur 19:17-Führung in den TVB-Kasten. Lucas Krzikalla verfehlte zwar einen Siebenmeter, doch Lukas Binder schnappte sich den Rebound und traf mit seinem 999. Bundesligator zum 21:19. Dean Bombač erhöhte auf 23:20 und heizte anschließend die Fans an, den SC DHfK weiterhin so fantastisch zu unterstützen.
Doch auch diesmal konnte der SC DHfK die Führung nicht halten. Stuttgart glich zum 23:23 aus. Nach einem Ballverlust von Ahmed Khairi gingen die Gäste erstmals in diesem Match in Führung. Und der TVB legte direkt nach: Rubin traf zum 24:26, Nigg zum 24:27. Sieben Minuten vor Ende stand der SC DHfK Leipzig mit dem Rücken zur Wand und es drohte die nächste ganz schmerzhafte Heimpleite.
Doch die Zuschauer wollten das nicht akzeptieren. Jeder einzelne der 4.793 Fans erhob sich von seinem Sitz und feuerte die DHfK-Männer bedingungslos an. Beflügelt von diesem grandiosen Support traf Bombač zum 25:27, Semper zum 26:27 und Kapitän Lukas Binder stellte mit seinem 1.000. Bundesligator den 27:27-Ausgleich her. Die ARENA kochte.
Die letzten Minuten wurden zu einer Handballschlacht mit offenem Visier. Hinriksson erzielte das 28:28, erneut Binder das 29:29. Dann rührte der SC DHfK in der Abwehr Beton an und erkämpfte sich 15 Sekunden vor Schluss noch einmal den Ball. Frank Carstens nahm umgehend eine Auszeit. Mit dem letzten Angriff hatte Leipzig tatsächlich noch die Chance, dieses hochintensive Kampfspiel mit einem Last-Second-Sieg zu beenden. Die Grün-Weißen kreierten noch einmal eine gute Wurfposition für Franz Semper, doch sein abgefälschter Wurf landete knapp neben dem Kasten. Wahrscheinlich wäre sonst das Hallendach der QUARTERBACK Immobilien ARENA davongeflogen.
So blieb am Ende leider nur ein Punkt. Doch angesichts der Vorzeichen und des Spielverlaufs dürfen die Leipziger mit dem Resultat nicht völlig unzufrieden sein. Eines jedenfalls hat die Mannschaft heute über die kompletten 60 Minuten deutlich gemacht: Die Grün-Weißen werden bis über die Schmerzgrenze hinaus bis zum letzten Spieltag alles für den Klassenerhalt geben!
Weiter geht’s nach der Länderspielpause mit dem nächsten Heimspiel: Am 29. März steht der Ostklassiker gegen den ThSV Eisenach an. >>> Tickets: https://tickets.arena-ticket.com/shop/114
Misha Kaufmann (Trainer TVB Stuttgart):
„Leipzig hat lange geführt, eigentlich über weite Strecken des Spiels. Wir schaffen es aber, dranzubleiben. Ich denke, zur Halbzeit könnte Leipzig – so wie ich das Spiel empfunden habe – auch mit drei oder vier Toren führen. Leipzig kommt danach gut aus der Kabine, aber wir bleiben wieder dran, lassen uns nicht abschütteln, und irgendwann dreht sich das Spiel. Dann wussten wir: Wenn wir in der 45. Minute noch dran sind, wird es auch ein Kopfspiel für Leipzig. Wir hätten das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden können, tun das aber nicht – und am Ende resultiert daraus ein Unentschieden. Am Ende holen wir glücklich einen Punkt.“
Frank Carstens (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Wenn ich mir anschaue, in welcher Besetzung wir heute dieses Spiel gespielt haben, dann muss ich meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen. In unserer Situation kann ein Spiel auch sehr schnell weggehen, wenn man in der 54. Minute nach eigener Führung plötzlich mit drei Toren hinten liegt. Ich bin sehr stolz auf das Team, dass es wieder aufgestanden ist, sich dagegengestemmt und diesen Punkt noch mitgenommen hat. Wir hatten am Ende sogar noch einen Abschluss, der vom Zeitmanagement her perfekt gepasst hätte, aber dann nicht mehr erfolgreich war. Nach dem Ausfall von allen linken Rückraumspielern, die wir im Kader haben, war das heute eine moralisch und emotional sehr starke Leistung. Wofür dieser Punkt am Ende reichen wird, wissen wir noch nicht – es sind noch zehn Spiele zu spielen. Aber anfühlen tut es sich natürlich wie ein Punktverlust.“
SC DHfK Leipzig vs. TVB Stuttgart: 29:29 (17:17)
Tore SC DHfK Leipzig: Semper 9, Krzikalla 7, Binder 4, Piroch 2, Hinriksson 2, Bombač 2, Khairi 1, Gauer 1, Rogan 1
Tore TVB Stuttgart: Matzken 7, Zieker 5, Häfner K. 5, Nigg 4, Rubin 3, Häfner, M. 2, Mengon 2, Snajder 1
Paraden: Leipzig 11, Stuttgart 10
Siebenmeter: Leipzig 5/8, Stuttgart 5/7
Zeitstrafen: Leipzig 12 Min., Stuttgart 12 Min.
Technische Fehler: Leipzig 6, Stuttgart 6
Offizielle Zuschauerzahl: 4.793 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA
Auf die Handballer des SC DHfK Leipzig wartet am Sonntag (Anwurf 16:30 Uhr) ein weiteres wichtiges Heimspiel im Kampf um den Klassenerhalt. Zu Gast ist der TVB Stuttgart.
Das Heimspiel wird präsentiert von der Allianz und steht unter dem Motto KIDS DAY. Im Vorfeld der Partie durften bei der offiziellen Pressekonferenz bereits einige Kids spannende und kreative Fragen an Cheftrainer Frank Carstens und Rückraumspieler Tomáš Piroch stellen: Zur Pressekonferenz
Mehr als 4.200 Fans haben sich bereits ein Ticket für das Heimspiel gesichert. „Diese Fanunterstützung ist beispielhaft. Wenn es gut läuft, kann jeder – aber wenn es wirklich schwierig wird, dann zählt’s. Und das zeigen unsere Fans in jedem Heimspiel!“, lobt Trainer Frank Carstens die Unterstützung durch die Leipziger Zuschauer. „Die Unterstützung in dieser Situation ist unglaublich und die allergrößte Motivation für uns“, bestätigt Tomáš Piroch.
Auch die Europapokalhelden von 1966 werden am Sonntag vor Ort die Daumen drücken. Ebenso begrüßen wir die ehemaligen MoGoNo-Handballer, die vor genau 50 Jahren die DDR-Schülermeisterschaft nach Leipzig holten.
Der Gegner aus Stuttgart hat es allerdings in sich: Die Stuttgarter werden momentan als Mannschaft der Stunde in der zweiten Tabellenhälfte bezeichnet. Der TVB ist seit drei Spielen ungeschlagen und verlor von seinen fünf Begegnungen im Jahr 2026 lediglich einmal – beim Deutschen Meister Füchse Berlin. Insbesondere der 32:27-Heimsieg am vergangenen Spieltag gegen den THW Kiel sorgte in ganz Handballdeutschland für staunende Gesichter. Die DHfK-Handballer werden sich also warm anziehen müssen. Auch im Hinspiel behielt der TVB Stuttgart mit 33:32 in einem wahren Krimi die Oberhand. Routinier Kai Häfner schenkte dem SC DHfK damals zehn Tore ein. Doch das ist Schnee von gestern. Im Abstiegskampf werden die Leipziger jeden Prozentpunkt aus sich herausholen, um Stuttgart diesen Sonntag vor den eigenen Fans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA zu bezwingen.
„Der TVB Stuttgart ist eine Mannschaft, die sehr über das Eins-gegen-eins-Spiel kommt, sehr stark im Passspiel ist und eine etwas ungewöhnliche Angriffsorganisation hat, weil sie mit vier Rückraumspielern agieren. Jede Mannschaft, die gegen den TVB Stuttgart spielt, muss sich speziell darauf vorbereiten. Darüber hinaus ist Stuttgart aktuell in sehr guter Form. Wir haben letzte Woche in Flensburg in der ersten Halbzeit sehr gut angegriffen und unsere Schützen in eine gute Position gebracht. Daran wollen wir auch am Sonntag anknüpfen“, so Cheftrainer Frank Carstens.
Die Partie wird am Samstagabend wie immer live bei DYN und im DHfK-Fanradio übertragen:
- LIVE bei DYN: https://shorturl.at/bZcoB
- LIVE im Fanradio: www.scdhfk-handball.de/bundesliga/livecenter/
Allianz präsentiert den KIDS DAY gegen Stuttgart
Am großen KIDS DAY kommen alle Kinder dank der Allianz voll auf ihre Kosten. Mit BalLEo, Allianz-Adler Ali, Zoo-Löwe Tammi und Elldus-Drache Fips werden gleich vier Maskottchen die ARENA unsicher machen und gemeinsam für jede Menge Spaß und strahlende Kinderaugen sorgen. Freut euch auf High-Fives, Fotos und tierisch gute Umarmungen. An der Allianz-Fotobox in der Fanzone könnt ihr außerdem unvergessliche Erinnerungsfotos schießen.
Doch damit nicht genug: Der KIDS DAY bietet jede Menge Handball-Action und spannende Mitmachaktionen. Im Kids Club warten tolle Spiel- und Kreativangebote von Eventwerk, während beim Laser-Biathlon des Elldus Resorts Geschicklichkeit und Treffsicherheit gefragt sind. Für beste Unterhaltung sorgen außerdem die Showeinlagen von Showcolate und des Junior-Cheerdance-Teams Showcolaties.
Beim Heimspiel gegen Stuttgart wartet diesmal außerdem ein ganz besonderes Halbzeitgewinnspiel: Zum KIDS DAY treten zwei Teams bestehend aus jeweils einem Kind und einem Elternteil gegeneinander an. Mitmachen lohnt sich – die Teams können nicht nur ihr Können auf dem Spielfeld zeigen, sondern auch coole Preise der Allianz gewinnen!
>>> Hier Anmelden: https://www.scdhfk-handball.de/heimspiel/#halbzeitgewinnspiel/
Und in der SC DHfK Fan-App können wie immer digitale Spielerkarten an den Scanpoints in der Halle gesammelt, am Tippspiel teilgenommen und der Spieler des Spiels gewählt werden. Außerdem ganz neu: Am Spieltag gibt es in der Fan-App ein Fanquiz. Hier können die Fans ihr handballerisches Wissen über den Gegner testen und Punkte sammeln.
>>> Zur Fan-App: https://shorturl.at/J82HH
Kommt vorbei und erlebt einen tierisch guten KIDS DAY in der ARENA – alle Kinder zahlen nur fünf Euro!
Europapokalsieger Klaus Langhoff drücken am Sonntag in der Halle dem SC DHfK die Daumen - wie auch die MoGoNo-Schülermeister von 1976
Klaus Langhoff war erschrocken. Und zwar richtig. Was war das denn? Das konnte doch nicht sein! Haben wir tatsächlich damals so gespielt, so bedächtig und so langsam?, fragte er sich immer wieder, als er sich vor ein paar Tagen die 60 Minuten noch einmal angeschaut hatte. Es ging um die historische Partie vom 22. April 1966, um den Europapokal-Sieg des SC DHfK Leipzig, um den Triumph im Cup der Landesmeister (der heutigen Champions League), als im Finale von Paris Honved Budapest 16:14 bezwungen worden war. Doch die Bilder täuschten nicht, an jenem Abend hatten die Langhoff & Co. über weite Strecken eher zurückhaltend agiert.
„Dabei war das gar nicht unsere Art“, sagt er. Das Konterspiel und schnelle Ballpassagen seien durchaus stets eine Stärke seiner Mannschaft gewesen, versichert Langhoff und will damit aber keinen Vergleich zum aktuellen Handball anstellen. Heutzutage sei das natürlich eine ganz andere Geschwindigkeit, mit der auf dem Feld zu Werke gegangen werde. „Aber so langsam wie bei unserem größten Sieg waren wir eigentlich nie. Das war wie Parteiball vor der Deckung.“
Am Ende war Langhoff mit den Bildern allerdings doch noch einigermaßen versöhnt, gesteht er mit einem Lächeln. Zwei Schlagwürfe von ihm waren in der Schlussphase im Tor der Ungarn eingeschlagen. „Insgesamt war es aber nicht unsere beste Leistung.“ Dass es zum Sieg gereicht hatte, sei vor allem auch ein Verdienst des im Vorjahr am 23. August verstorbenen Torhüter Klaus Franke gewesen. „Mit seinen Paraden hat er uns gerettet.“

Am Sonntag werden Langhoff und andere 66er Europapokal-Helden in der QUARTERBACK Immobilien ARENA auf der Tribüne sitzen und ihren Enkeln in der wichtigen Partie gegen Stuttgart die Daumen drücken. Einmal im Jahr findet das von Ferry Sarközi organisierte Treffen statt, und meistens hat es Glück gebracht, auch bei schwierigen Spielverläufen. Langhoff erinnert sich noch gut an die Premiere in der Bundesliga am 22. April 2016, als der SC DHfK in seiner ersten Saison im deutschen Oberhaus die Füchse Berlin 25:23 bezwungen hatte. „Mit einer imponierenden Steigerung nach der Halbzeit, als ein Vier-Tore-Rückstand aufgeholt wurde.“ Philipp Weber mit acht und Franz Semper mit sechs Toren waren damals die erfolgreichsten Leipziger, die am Ende der Spielzeit mit 30 Punkten auf Rang elf landeten und als Aufsteiger die Konkurrenz beeindruckt hatten.
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Die Gegenwart sieht bekanntlich anders aus, der SC DHfK muss um den Klassenerhalt bangen. Natürlich hofft Langhoff auf einen erfolgreichen Abschluss der Spielzeit. Nach dem erfolgreichen Start mit dem Sieg beim HSV und dem Unentschieden in Wetzlar sah er die Mannschaft auf einem guten Weg, die folgende Heimniederlage gegen den Bergischen HC hat den 86-Jährigen aber wieder nachdenklich gestimmt. Wie auch die zweite Halbzeit in Flensburg nach dem sehr guten ersten Durchgang. Wenngleich die Roten Karten gegen Moritz Preuss und William Bogojevic dem ohnehin personell gebeutelten Team natürlich zusetzten.
Langhoff hofft am Sonntag auf einen geschlossenen mannschaftlichen Auftritt. Und fordert: „Bloß nicht aufgeben!“ Diese Einstellung würden die Zuschauer honorieren, und mit ihrer Unterstützung im Rücken sollte einiges möglich sein. Seine Forderung richtet sich an alle Spieler, nicht nur an die, die auf dem Feld stehen. Es sei immer wichtig, auch auf der Auswechselbank die entsprechenden Signale zu senden und so Geschlossenheit zu demonstrieren. Eine Eigenschaft, die die Europapokal-Sieger von 1966 auch dann auszeichnete, wenn sie gerade nicht unbedingt - siehe das Finale von Paris - ihre besten Leistungen abriefen.
Zehn Jahre nach dem EC-Triumph des SC DHfK sorgte eine weitere Leipziger Mannschaft für einen bemerkenswerten Erfolg. Der bestimmte allerdings nicht die ganz großen Schlagzeilen, handelte es sich doch um eine Nachwuchsmannschaft. Die Jungen B, so die damalige offizielle Bezeichnung für die 12/13-Jährigen, der SG MoGoNo waren aus der Endrunde der fünf besten Schüler-Teams der DDR in Wahren an der Müritz als Sieger hervorgegangen. Mit MoGoNo ist der SC DHfK eng verbunden, schließlich war 2007 der Wechsel der nahezu kompletten Gohliser Handball-Abteilung zu den Grün-Weißen der Grundstein für den Neubeginn im Leipziger Männerhandball. Kein Wunder also, dass auch die einstigen Schüler-Meister zum Spiel gegen Stuttgart eingeladen wurden. Holger Zuckschwerdt ist einer von ihnen und freut sich, den einen oder anderen Weggefährten von einst zu treffen. So unter anderem Peter Holzke oder Steffen Eckert. Da wird es viel zu erzählen geben, unter anderem über die Punktspiele in den extrem kleinen Hallen in der Wittenberger Straße oder in der Teichstraße.
Zuckschwerdt ist dem Handball immer verbunden geblieben, hat nicht nur für MoGoNo, sondern auch für die HSG TH Leipzig gespielt. „Dort war Dieter Wöhler mein Trainer“, erinnert er sich gut. Beide werden sich am Sonntag wieder begegnen, Wöhler gehört bekanntlich auch zu den Europapokal-Siegern. Zum SC DHfK hat Zuckschwerdt eine besondere Beziehung und ist dort seit vielen Jahren Stammgast. Sein Enkel läuft für die dortige E-Jugend auf und wird von Daniel Andrä betreut. Der 62-Jährige hofft, dass dem SC DHfK der Klassenerhalt gelingt. „Auch wenn der Auftritt gegen den BHC eine ziemliche Enttäuschung war. Aber jetzt bin ich natürlich gespannt, wie sie sich gegen Stuttgart präsentieren.“
Autor: Winfried Wächter

Namen zum MoGoNo-Mannschaftsfoto
Obere Reihe stehend von links: Dr. Wolfgang Röke (Co-Trainer), Klaus Fichtner (Vater der Fichtner-Söhne), Steffen Eckert, Peter Holzke (Torhüter), Frau Zahn (Mutter von Steffen Zahn), Holger Zuckschwerdt, Frau Schulze (Mutter von Tilo Schulze), Karsten Plettner, Frau Fichtner (Mutter der Fichtner-Söhne), Rene Freitag, Herr Schulze (Vater von Tilo Schulze), Tilo Schulze, Herr Plettner (Vater von Karsten Plettner), Gerhard Weimer (Legende, TZ-Trainer MoGoNo),
Untere Reihe knieend von links: Ralf Fichtner (nach Jürgen der zweitälteste, dann kamen Bernd, Mario und Torsten), Uwe Loschke, Steffen Keller (2. Torhüter), Steffen Zahn, Steffen Aust, Jens-Uwe Röke
Ein halbes Jahrhundert Unternehmensgeschichte: Herzlichen Glückwunsch an unseren Partner B.A.S. Verkehrstechnik AG zum 50-jährigen Firmenjubiläum!
B.A.S. ist seit 36 Jahren am Standort Leipzig aktiv. Seit 2013 steht das Unternehmen auch an der Seite des SC DHfK Leipzig und engagiert sich für den Handballnachwuchs sowie für gesellschaftliche Projekte in der Stadt. „Leipzig ist ein wichtiger Bestandteil der Firmenhistorie. Am Standort Leipzig sind die meisten Mitarbeitenden beschäftigt, der Erfolg des Unternehmens hat auch starke Wurzeln in Leipzig. Deswegen liegt es uns als mittelständiges Familienunternehmen am Herzen, der Region was zurückzugeben“, so B.A.S-Vorstand Ralph Goerres.
Zum Firmenjubiläum baut B.A.S. dieses Engagement nun weiter aus. Im Rahmen der Jubiläumsaktion stärkt das Unternehmen unsere Charity-Initiative: Für jedes Heimspiel der Rückrunde stellt B.A.S. 50 Tickets für sozial engagierte Einrichtungen sowie für Menschen zur Verfügung, denen ein Besuch in der QUARTERBACK Immobilien ARENA sonst oft nicht möglich wäre.
Passend dazu suchen der SC DHfK Handball und die B.A.S. Verkehrstechnik AG ab kommender Woche „Sachsens lautestes Team“. Bei der Team-Challenge können Nachwuchsmannschaften zeigen, wer für die beste Stimmung auf den Rängen sorgt. Im Rahmen dieser Aktion werden 500 Freikarten vergeben! Für die teilnehmenden Teams gibt es zusätzlich attraktive Gewinne. Der Hauptpreis ist ein exklusiver Trainingsbesuch von Nationalspieler Franz Semper. Die Auslosung der Gewinner findet zum DHfK-Heimspiel am 9. April 2026 gegen FRISCH AUF! Göppingen statt.
Vielen Dank für dieses Engagement und die langjährige Partnerschaft.
Gemeinsam Handball erleben. Gemeinsam erstklassig.
Der SC DHfK Leipzig hat bei der SG Flensburg-Handewitt lange eine mutige Leistung gezeigt und die Partie bis zur Pause offengehalten. Ohne den kurzfristig ausgefallenen Kapitän Lukas Binder musste sich das Team von Frank Carstens am Ende jedoch mit 28:36 (18:18) geschlagen geben.
Der SC DHfK Leipzig setzte in der ersten Halbzeit ein starkes Ausrufezeichen. Dabei sprach die Ausgangslage klar für die Hausherren. Doch davon war zu Beginn wenig zu spüren. Den ersten Treffer der Partie erzielte William Bogojevic zum 0:1. Kurz darauf zeigte sich das schnelle Umschaltspiel der Gäste: Bogojevic bediente Tom Koschek, der zum 1:3 einnetzte und Leipzig früh mit zwei Toren in Führung brachte. Die Anfangsphase war von hohem Tempo geprägt – passend zur DNA der Flensburger.
Beim Stand von 3:4 für Leipzig kam es zu einer ersten Schlüsselszene. In der sechsten Spielminute sah Moritz Preuss nach einem Schlag ins Gesicht die Rote Karte. Ein bitterer Rückschlag für die Gäste. Leipzig ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Franz Semper traf zum 4:5, wenig später verwandelte Lucas Krzikalla einen Siebenmeter zur erneuten Führung (5:6). Zwar gingen die Hausherren in der zehnten Minute erstmals selbst in Führung, doch Dean Bombač antwortete postwendend mit dem Treffer zum 7:7.
In der Folge hielten vor allem William Bogojevic und Franz Semper den SC DHfK im Spiel. Beide entwickelten sich zu den prägenden Offensivkräften der Leipziger. Auch im Tor setzte Domenico Ebner Akzente und verbuchte beim Stand von 12:12 bereits seine vierte Parade. Während Flensburg in den ersten 20 Minuten mehrfach an der Chancenverwertung scheiterte, verteidigte Leipzig mit großem Einsatz und zeigte ein starkes Rückzugsverhalten.
Bogojevic avancierte schließlich mit sechs Toren und zwei Assists zur zentralen Figur im Leipziger Spiel. Doch dann folgte der nächste Rückschlag: Der Rückraumspieler sah nach einer strittigen Entscheidung ebenfalls die Rote Karte. Trotz dieses erneuten Nackenschlags hielt der SC DHfK dagegen. Beim Stand von 15:16 kämpften sich die Leipziger weiterhin in jede Aktion und ließen sich nicht abschütteln. Mit viel Einsatz, Mut und Tempo behaupteten sie sich gegen den Favoriten – und gingen mit einem verdienten 18:18 in die Halbzeitpause.
Die ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte blieben zunächst torlos. Simon Pytlick erlöste schließlich die 6.300 Zuschauer in der GP JOULE Arena mit dem ersten Treffer nach der Pause. In dieser Phase gelangen den Leipzigern lediglich zwei Tore innerhalb von zehn Minuten. Flensburg nutzte diese Schwächephase konsequent aus und erarbeitete sich mit drei Treffern in Folge ein 24:20-Polster.
Dem SC DHfK Leipzig fehlte zunehmend die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Im Innenblock mussten Marko Mamić und Tim Hertzfeld seit der sechsten Spielminute Verantwortung übernehmen. Beim Stand von 22:27 sah Flensburgs Niclas Kirkeløkke nach einem Gesichtstreffer gegen Blær Hinriksson die Rote Karte. Doch die Hausherren spielten ihre Qualität aus und bestimmten das Schlussviertel der Partie.
Die Grün-Weißen bissen sich weiter durch. Mit einer offensiven 5:1-Abwehrformation, viel Kampf und Leidenschaft arbeiteten sie sich noch einmal auf 26:30 heran. In der Defensive fehlte jedoch immer wieder der letzte Zugriff und am Ende auch die nötigen Körner, um das Spiel zu kippen. Flensburg wurde schließlich seiner Favoritenrolle gerecht und brachte die Bundesliga-Partie mit 36:28 souverän zu Ende.
Lucas Krzikalla: „Wir haben das Spiel verloren und wir wissen auch, wo wir uns befinden. Deswegen geht es für uns einfach um jeden Punkt, egal wo wir sind, ob das dann in Flensburg ist oder zu Hause gegen den BHC. Wir brauchen die Punkte, deswegen müssen wir da auch kämpfen. Und das haben wir auch heute getan.“
SG Flensburg-Handewitt vs. DHfK Leipzig 36:28 (18:18)
SG Flensburg-Handewitt: Grgić 11, Møller 7, Golla 6, Pytlick 5, Kirkeløkke 4, Tønnesen 1, Volz 1, Jakobsen 1, Knutzen 1, Novak 1
SC DHfK Leipzig: Semper 8, Bogojevic 6, Krzikalla 3, Khairi 3, Piroch 2, Koschek 2, Peter 1, Hinriksson 1, Bombač 1, Hertzfeld 1
Paraden: Flensburg 12, Leipzig 8
Siebenmeter: Flensburg 5/7, Leipzig 3/6
Zeitstrafen: Flensburg 8 Min. , Leipzig 6 Min.
Technische Fehler: Flensburg 7, Leipzig 13
Aufrappeln, neu fokussieren und wieder angreifen! So lautet das Mindset der grün-weißen Handballer nach dem heftigen Rückschlag am vergangenen Sonntag. Die Heimniederlage gegen den Bergischen HC schmerzte enorm, doch die Bundesliga-Profis des SC DHfK Leipzig haben diese kalte Dusche intensiv aufgearbeitet und gehen mit geschärften Sinnen in die kommenden Aufgaben.
Zunächst steht am Wochenende eine Partie auf dem Programm, in der die DHfK-Männer überhaupt nichts zu verlieren haben. Beim Auswärtsspiel am Samstag, den 7. März 2026, um 19 Uhr gegen die SG Flensburg-Handewitt gelten die Leipziger als haushoher Außenseiter. Das belegt auch ein Blick in die Geschichtsbücher: Die GP JOULE Arena in Flensburg ist die einzige Halle in der gesamten Handball-Bundesliga, in der der SC DHfK Leipzig noch nie punkten konnte.
Doch Resultate wie beispielsweise das 32:27 zwischen Stuttgart und Kiel – zuvor hatte der TVB Stuttgart ebenfalls noch nie gegen Kiel gewonnen – zeigen, dass in dieser Liga nichts unmöglich ist. Und schließlich hätten die Handballer des SC DHfK Leipzig entgegen aller Erwartungen auch am 21. Dezember beim Tabellenführer SC Magdeburg um ein Haar gepunktet. Der SC DHfK kann jedenfalls ohne jeden Druck in dieses „Bonusspiel“ gehen.
„Flensburg ist ein sehr angriffsstarkes Team mit vielen gefährlichen Rückraumschützen. Am Torraum haben sie mit Jacobsen, Golla und Novak ebenfalls eine hervorragende Besetzung. Die Mannschaft macht gerade zu Hause extrem Druck mit ihrem Tempospiel. Für uns ist daher wichtig, dass wir im Angriff immer zu einem guten Abschluss kommen, um bessere Chancen zu haben, gemeinsam hinter den Ball in die Positionsabwehr zu kommen. Von dort aus wollen wir selbst Tempo machen, um möglichst zu leichten Toren zu kommen. Wir wollen in jedem Fall uns selbst und allen anderen zeigen, dass wir besser spielen können als zuletzt“, sagt Cheftrainer Frank Carstens vor dem Auswärtsspiel.
Die Partie wird am Samstagabend wie immer live bei DYN und im DHfK-Fanradio übertragen:
LIVE bei DYN: https://shorturl.at/bZcoB
LIVE im Fanradio: www.scdhfk-handball.de/bundesliga/livecenter/
Der nächste Heimspielgegner heißt TVB Stuttgart: KIDS DAY am 15.03.
Leichtigkeit, Fröhlichkeit, Unbeschwertheit – mit diesen Eigenschaften dürfen die meisten Kinder durchs Leben gehen. Doch am großen KIDS DAY in der QUARTERBACK Immobilien ARENA könnten genau diese Attribute auch auf der Platte helfen, um jede Aktion positiv anzugehen und die sportlich anspruchsvolle Aufgabe in Punkte umzumünzen.
Für das große Ziel Klassenerhalt müssen die Handballer des SC DHfK Leipzig insbesondere zu Hause fleißig Punkte sammeln. Nach der BHC-Niederlage schwören die DHfK-Handballer auf Wiedergutmachung und werden alles in die Waagschale werfen, um ein besseres Spiel abzuliefern und die Fans wieder mitzureißen.
Und der SC DHfK Leipzig kann sich wieder auf eine fantastische Kulisse freuen: Für das Heimspiel sind bereits jetzt 3.600 Tickets verkauft. Alle Kids zahlen nur 5 Euro Eintritt!
Tickets: https://tickets.arena-ticket.com/shop/114
Jetzt als Kids Reporter bewerben
Für den großen KIDS DAY suchen der SC DHfK Leipzig und Spieltagspräsentator Allianz außerdem Kids Reporter. Die kleinen Nachwuchs-Journalisten dürfen das Pressegespräch vor dem Spiel (11. März | 16 Uhr) begleiten, Interviews am Spieltag führen und als Social-Media-Reporter für abwechslungsreichen Content auf dem Instagram-Kanal des SC DHfK Handball sorgen.
Bewerben können sich alle Kids noch bis Sonntag (8. März 2026, 20 Uhr) mit einem kurzen Bewerbungsvideo per Mail an presse@scdhfk-handball.de oder per WhatsApp an 0341 35582038.
Mit der Handball-EM 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen ist das Handballjahr direkt mit ordentlich Tempo und großer Bühne gestartet – Franz Semper und Marko Mamić vom SC DHfK Leipzig waren mit dabei und standen für Deutschland bzw. Kroatien auf der Platte. Beide DHfK-Spieler holten eine EM-Medaille – und kämpfen nun wieder um den Klassenerhalt in der Bundesliga.
Wie haben sie die EM erlebt, was haben sie für sich mitgenommen wie hat sich der Wiedereinstieg ins Training danach angefühlt?
Gemeinsam mit Sport-Allrounder Patrick Fritzsche blicken die beiden außerdem auf das Spiel in Hamburg zurück – den ersten Auswärtssieg der Saison 2025/26: Wie lief die Partie aus Sicht der Spieler und wie war die Stimmung im Bus danach?
Produziert vom Leipzig Lauscht Festival, einer Unternehmung des Podcast Allianz e. V., wurde die neue Folge wieder direkt in der Kabine der Leipziger Handball-Profis aufgezeichnet.
An den Mikrofonen: Patrick Fritzsche, Franz Semper und Marko Mamić!
Ein Gespräch über Medaillenträume, Erfahrungen auf internationalem Parkett und den Alltag zurück beim SC DHfK Handball.
Viel Spaß beim Anhören!
SC DHfK Leipzig schafft Klarheit für die Zukunft auf Linksaußen: Kapitän Lukas Binder und Tom Koschek werden auch in der kommenden Saison das DHfK-Trikot tragen. Beide Verträge gelten ligaunabhängig.
Für Lukas Binder ist die Vertragsverlängerung ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Vereinsgeschichte. Der 33-Jährige steht seit 16 Jahren für die Grün-Weißen auf der Platte und ist längst zur Identifikationsfigur des Vereins geworden.
Binder debütierte 2008 im Männer-Team und gehörte bereits seit seinem 17. Lebensjahr fest zum Profi-Kader. Der dienstälteste DHfK-Akteur durchlief mit den Sachsen alle Stationen: von der vierten bis in die stärkste Liga der Welt. Auch sportlich steht für den Routinier ein besonderer Meilenstein bevor: Mit aktuell 997 Treffern fehlen „Bindi“ noch drei Tore zum 1.000. Treffer in der 1. Handball-Bundesliga.
Cheftrainer Frank Carstens hebt vor allem Binders Bedeutung für das Team hervor: „Lukas hat mit seinen starken Leistungen in den vergangenen Wochen unserem Team zu Punkten verholfen. Er ist ein sehr zuverlässiger Schütze und ein Spieler, der in jedem Training und in jedem Spiel alles gibt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm.“
Binder betont die besondere Verbindung zum Verein und blickt gleichzeitig auf die kommenden Aufgaben: „Ich freue mich sehr über ein weiteres Jahr in meinem Verein. Jeder weiß, dass der SC DHfK und ich einfach zusammengehören! Ich möchte natürlich noch viel mit dem Club erreichen und meine Erfahrung an junge Spieler wie Tom weitergeben. Jetzt gilt es, den vollen Fokus auf die nächsten Spiele zu legen. Wir sind heiß auf Wiedergutmachung!“
Neben der Erfahrung von Binder setzt der SC DHfK Leipzig auf einen jungen Perspektivspieler. Tom Koschek, der im vergangenen Sommer vom VfL Gummersbach via Leihe nach Leipzig wechselte, wird ebenfalls eine weitere Saison das DHfK-Trikot tragen.
Der 19-jährige Linksaußen stammt aus der Jugend des TSV München-Allach 1909 und unterschrieb beim VfL Gummersbach seinen ersten Profivertrag. Im Sommer 2025 wechselte er auf Leihbasis nach Leipzig und verlängert diese jetzt um ein weiteres Jahr. „Tom hat in den Spielen, in denen er gespielt hat, immer überzeugt. Er verfügt über großes Potenzial und seine große Stärke ist die Torgefährlichkeit. Tom wird noch eine große Zukunft vor sich haben, und es ist toll, dass er sich für einen Verbleib in Leipzig entschieden hat“, so Carstens.
Tom Koschek selbst sagt: „Ich freue mich sehr darüber, meinen Vertrag in Leipzig um ein weiteres Jahr verlängert zu haben. Ich fühle mich hier sehr wohl, deswegen bin ich umso glücklicher, dass ich das Vertrauen des Vereins bekommen habe und weiterhin Teil der Mannschaft sein darf. Ich freue mich auf die restlichen Spiele und die Aufgaben, die vor uns stehen, sowie auf die nächste Saison und glaube, dass wir noch viel Positives vor uns haben.“
Mit Binder und Koschek setzt der SC DHfK Leipzig auf eine Mischung aus Erfahrung und Perspektive auf der Linksaußenposition.
Kids Day am 15. März 2026 gegen den TVB Stuttgart: An diesem besonderen Heimspieltag dreht sich alles um unsere jüngsten Fans. Alle Kids zahlen nur fünf Euro Eintritt! Willst du auch direkt neben und auf der Platte dabei sein?
Wir suchen:
- Kids-Reporter für die Pressekonferenz vor dem Spieltag (11. März | 16 Uhr) und für Interviews zum Kids Day
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- Wer ihr seid
- Warum genau ihr perfekt als DHfK-Kids-Reporter seid
Bewerbungsschluss: Sonntag, 8. März 2026, 20 Uhr
Bewerbungsvideo via Mail an: presse@scdhfk-handball.de
Zeigt uns eure Reporter-Skills! Wir freuen uns auf eure Videos!
Es stand viel auf dem Spiel – und die Euphorie bei den Handballern des SC DHfK Leipzig war groß. Nach dem Auswärtssieg in Hamburg und dem Unentschieden in Minden waren die Grün-Weißen in diesem Jahr noch ungeschlagen und hatten die große Chance, mit einem Heimsieg gegen den Bergischen HC erstmals in dieser Saison die Abstiegszone zu verlassen. Doch der Handballnachmittag in der QUARTERBACK Immobilien ARENA entwickelte sich anders als erhofft. Die Leipziger kassierten einen massiven Dämpfer und mussten sich mit 28:35 geschlagen geben. Die Saison ist noch lang – aber der Weg zum Klassenerhalt ist nach diesem Auftritt noch länger und steiniger geworden.
Das Spiel begann vielversprechend: Franz Semper traf nach 40 Sekunden zum 1:0 für Leipzig. Es sollte jedoch fast die einzige Leipziger Führung bleiben. Noch einmal lagen die Grün-Weißen beim 4:3 (erneut durch Semper) vorn. Die restliche Spielzeit mussten sie einem Rückstand hinterherlaufen.
Schon nach 80 Sekunden nahm das Unheil seinen Lauf: Hoffnungsträger Dean Bombač kassierte eine frühe Zeitstrafe. Bis zur 15. Minute schien noch alles im Lot (7:7), doch dann setzten sich die Gäste allmählich ab. Der nächste Rückschlag: Kreisläufer Tim Hertzfeld erhielt nach 23 Minuten die rote Karte, sodass fortan Moritz Preuss die gesamte Last am Kreis allein tragen musste. Fünf Minuten vor der Halbzeit ging der BHC mit 11:14 in Führung. Kurz vor der Pause verkürzte Lucas Krzikalla noch einmal auf zwei Treffer. Zum Seitenwechsel war noch nichts verloren.
Zu Beginn der zweiten Hälfte keimte wieder Hoffnung auf, als Krzikalla auf 16:17 verkürzte. Doch dann scheiterte er vom Siebenmeterpunkt – und direkt im nächsten Angriff vergab Moritz Preuss eine freie Chance. Zwei ausgelassene Möglichkeiten, die richtig weh taten: So lag der BHC plötzlich mit vier Treffern vorn. Die DHfK-Männer wurden nervöser und offenbarten immer wieder Lücken in der Deckung. Die Gäste blieben ruhig und nutzten ihre Chancen konsequent. Für die Leipziger wurde Christopher Rudeck mehr und mehr zum Schrecken: 17 Paraden, während Domenico Ebner und Tomáš Mrkva gemeinsam nur sechs Paraden verbuchen konnten.
Die DHfK-Handballer versuchten dennoch alles: Blær Hinriksson erzielte zwei Treffer in Folge zum 19:22, Franz Semper brachte den Ball mit purem Willen in bester Volleyball-Manier zum 21:23 ins Tor. Doch die Zeit lief den Leipzigern davon. Zehn Minuten vor Schluss betrug der Rückstand fünf Tore – die Vorentscheidung war gefallen. Der BHC gewann am Ende mit 28:35 und entführte zwei wichtige Punkte.
Die Saison ist noch lang – aber der Weg zum Klassenerhalt ist nach dieser Niederlage definitiv noch steiniger geworden. Trainer Frank Carstens sagte: „Wir haben heute eine in die Fresse bekommen. Das tut richtig weh, aber für einen professionellen Leistungssportler gehört es dazu, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Und wir werden wieder aufstehen.“
Die beste Leistung an diesem Handballnachmittag lieferten die Zuschauer: 5.280 Fans stärkten dem SC DHfK den Rücken und sorgten für eine sensationelle Kulisse. DANKE. Wir brauchen euch mehr denn je!
Markus Pütz (Trainer Bergischer HC):
„Wir haben es geschafft, weil wir über 60 Minuten bei uns geblieben sind. Ich mache der Mannschaft ein großes Kompliment. Wir lagen zweimal zurück, und ab dem 8:8 spielten wir sehr routiniert. Gefühlt sind die Jungs in dieser Woche fünf Jahre älter geworden. Unsere Torhüterleistung war entscheidend, gerade Christopher Rudeck hat wichtige Paraden gebracht. Vorne waren wir effektiv, und wir haben Leipzig nicht näher als zwei Tore herangelassen. Die Jungs haben sehr souverän gespielt. Trotzdem ist noch nichts vorbei.“
Frank Carstens (Trainer SC DHfK):
„Das Plus auf der BHC-Torhüterposition war heute ein Grand Canyon. Die Torwartleistung von Rudeck war überragend. Wir konnten unsere Torhüter nicht ausreichend unterstützen, und vorne hatten wir schlechte Quoten sowie keine guten Würfe. Wir hatten 13 freie Chancen – inklusive Siebenmeter. Das lässt sich schwer kompensieren. Wir haben versucht, über die Defensive Druck aufzubauen, doch der BHC war gut auf unsere 5:1-Deckung vorbereitet. Auch mit der Manndeckung konnten wir keinen Stress erzeugen. Unsere Jungs haben gekämpft, da kann ich ihnen nichts vorwerfen, aber uns fehlte die Abgezocktheit vor dem Tor und vielleicht auch der letzte Punch in der Defensive. Deshalb hat der BHC heute völlig verdient gewonnen.“
SC DHfK Leipzig vs. Bergischer HC: 28:35 (14:16)
Tore SC DHfK Leipzig: Krzikalla 6, Semper 5, Hinriksson 4, Piroch 4, Bombač 3, Binder 2, Preuss 2, Bogojevic 1, Khairi 1
Tore Bergischer HC: Becher 7, Hangstein 6, Steinhaus 6, Wasielewski 5, Seesing 4, Beyer 3, Schöttle 2, Fuchs 2
Paraden: Leipzig 6, BHC 17
Siebenmeter: Leipzig 5/8, BHC 3/4
Zeitstrafen: Leipzig 4 Min., BHC 6 Min.
Technische Fehler: Leipzig 6, BHC 7
Offizielle Zuschauerzahl: 5.280 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA