Die Handballer des SC DHfK Leipzig durften zum ersten Mal seit dem 1. Spieltag am 1. Oktober 2020 wieder einen Heimsieg mit den Zuschauern in der Halle bejubeln. Sie gewannen die Bundesligapartie gegen GWD Minden am Mittwochabend vor erneut 1.000 Fans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA mit 24:21 (12:10). Schon am Sonntag geht es erneut zu Hause weiter mit dem richtungsweisenden Nachholspiel gegen den Tabellennachbarn vom Bergischen HC.
Der SC DHfK Handball startete jedoch alles andere als gut in diese Auseinandersetzung. Waren die Leipziger in der vergangenen Woche beim ersten Heimspiel vor Zuschauern noch wie entfesselt mit einer 3:0-Führung gegen Kiel gestartet, lagen sie diesmal gegen Minden ruckzuck mit 0:3 im Hintertreffen. Bekanntermaßen wurde das Spiel gegen Kiel trotz dieser guten Anfangsphase am Ende deutlich verloren – demzufolge wussten die DHfK-Männer aus eigener Erfahrung, dass ein derart schlechter Spielstart schnell geradegebügelt werden kann. Und so kam es auch…
Luca Witzke erzielte in der achten Spielminute endlich den ersten Treffer für die körperkulturellen Handballer. Nach zehneinhalb Minuten ging auch das zweite Leipziger Tor auf das Konto des 22-jährigen Spielmachers, zudem parierte Joel Birlehm einen Siebenmeter gegen Kevin Gulliksen. Knapp 14 Minuten waren gespielt, als schließlich Gregor Remke den 4:4-Ausgleich markierte und der SC DHfK endgültig in dieser Begegnung angekommen war. Leider musste Leipzig aber noch eine bittere Pille schlucken. Schon ganz früh im Spiel musste Rechtsaußen Patrick Wiesmach mit einer Muskelverletzung das Feld verlassen.
Nach 20 Minuten konnte Leipzig durch Lukas Binder zum ersten Mal in Führung gehen (8:7). Der SC DHfK übernahm nun allmählich immer mehr Kontrolle über dieses Spiel – auch, weil Joel Birlehm schon wieder einen Siebenmeter entschärfte und mehrere Würfe der Mindener abwehrte. Zum Ende der ersten Hälfte war erneut Lukas Binder im Blickpunkt, denn er brachte den Ball innerhalb von nur 14 Sekunden zweimal im GWD-Gehäuse unter. Es waren die Zwischenstände zum 11:9 bzw. 12:9. Das letzte Tor vor dem Seitenwechsel gehörte allerdings den Gästen, sodass es mit einem 12:10 in die Pause ging.
In der zweiten Halbzeit wurden dann die eingewechselten Rückraumspieler Martin Larsen und Julius Meyer-Siebert immer mehr zu einem wichtigen Faktor. Martin Larsen hatte mit fünf Treffern aus fünf Versuchen im zweiten Durchgang eine blitzsaubere Weste. Julius Meyer-Siebert trumpfte besonders im Mittelteil der zweiten Halbzeit auf. Seine Tore in der 43., 45. und 47. Minute zum 16:13, 19:15 und 20:15 sorgten für die höchste Leipziger Führung im gesamten Match.
Zehn Minuten vor Schluss keimte zwar noch einmal Spannung auf, denn Minden konnte auf 20:18 verkürzen, doch Leipzig konnte sich auf Schlussmann Joel Birlehm verlassen. Insgesamt 13 Paraden des 24-Jährigen konnten die DHfK-Fans in der Halle mit lauten Joel-Sprechchören bejubeln. Martin Larsen netzte zum 22:19 sowie 23:19 und das letzte Leipziger Tor des Abends gehörte dann wieder Julius-Meyer Siebert.
Mit einer Bilanz von 35:29 Punkten haben sich die Handballer des SC DHfK vor dem Nachholspiel am Sonntag gegen den BHC in eine gute Angriffsposition gebracht, um in der Tabelle vielleicht noch den einen oder anderen Platz gutzumachen. Dafür werden die Leipziger aber besonders ihre Fans brauchen. Bis zu 1.500 dürfen am Sonntag um 16 Uhr dabei sein, der freie Vorverkauf für das nächste Handballfest in Leipzig hat bereits begonnen.
Tickets unter: https://tickets.arena-ticket.com/shop/110
Frank Karstens (Trainer TSV GWD Minden):
„Unser Positionsangriff war heute nicht gut genug, um Leipzig dauerhaft in Gefahr zu bringen. Im Tempospiel und in der Verteidigung habe ich im Gegensatz dazu sehr viel Gutes gesehen, jedoch haben uns die häufigen technischen Fehler das Genick gebrochen. Nach dem 20:15 haben wir uns noch einmal aufgerafft, was den Charakter meiner Mannschaft widerspiegelt, den wir das ganze Jahr schon verkörpern. Egal was passiert, wir kämpfen uns immer zurück oder versuchen es zumindest. Die Leipziger Spieler Larsen und Meyer-Siebert haben dann in der letzten Phase den Unterschied gemacht.“
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Wir haben uns mit Minden auf eine Mannschaft vorbereitet, die kampfstark ist, die viele junge Spieler in ihren Reihen hat und die über 60 Minuten nie aufgibt. Genau das haben wir heute auch gesehen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir verteidigt haben. Die großartige Torhüterleistung von Joel hat uns zusätzlich den Rücken gestärkt. Wenn wir so viele Bälle gewinnen oder so viele Positionsangriffe verteidigen, dann sind wir auch schwer zu schlagen. Im Angriff hätten wir noch bessere Lösungen finden können, aber immer dann, wenn es richtig gebrannt hat, haben wir doch noch eine Lücke gefunden. Letztendlich haben wir das Spiel gewonnen, was eine Belohnung für die Mannschaft und auch für die Zuschauer ist.“
SC DHfK Leipzig gegen TSV GWD Minden 24:21 (12:10)
Torschützen SC DHfK Leipzig: Larsen 5, Krzikalla 5, Witzke 4, Meyer-Siebert 4, Binder 3, Milosevic 1, Weber 1, Remke 1
Torschützen TSV GWD Minden: Gulliksen 7, Rambo 4, Pehlivan 3, Meister 2, Strakeljahn 2, Richtzenhain 2, Knorr 1
Zeitstrafen: Leipzig 10 Min, Minden 10 Min
Siebenmeter: Leipzig 2/2, Minden 0/2
Zuschauer: 1.000 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA
Die Handballer des SC DHfK Leipzig bestreiten am Mittwochabend ihr zweites Heimspiel vor Zuschauern. Die Partie gegen GWD Minden wird um 19 Uhr angeworfen.
TICKETINFORMATIONEN: Nach der erfolgreichen und reibungslosen Zuschauer-Rückkehr in der vergangenen Woche gegen den THW Kiel darf der SC DHfK die Anzahl an Zuschauern schrittweise steigern. Beim morgigen Heimspiel gegen GWD Minden dürfen bereits bis zu 1.250 Handballfans dabei sein. Wie in der vergangenen Woche gelten erneut die gleichen hohen Sicherheitsstandards, nämlich Testpflicht, Personalisierungspflicht, Ausweispflicht, Sitzplatzpflicht sowie die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes. NEU: Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis benötigen keinen tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltest mehr. >>> Alle "Spielregeln" auf einen Blick <<<
Erstzugriff auf die begehrten Eintrittskarten für das Heimspiel gegen Minden hatten erneut die Dauerkartenbesitzer und Partner des Vereins. Durch die Erhöhung der Zuschauerkapazität gehen heute 250 zusätzliche Tickets in den freien Verkauf. Diese sind erhältlich am ARENA-Ticketschalter und im Online-Ticketshop unter http://bit.ly/DHfKGWD_Tickets
Beim Heimspiel können sich die Leipziger Handballfans auch auf ein Wiedersehen mit Maximilian Janke freuen. Der Rückraumspieler stand sechs Jahre beim SC DHfK unter Vertrag, absolvierte insgesamt 137 Spiele für Leipzig (243 Tore) und war in der Winterpause zu GWD Minden gewechselt. Vor Spielbeginn wird der Verein den 28-Jährige noch einmal offiziell verabschieden. Umso schöner, dass bei der Verabschiedung auch Fans in der Halle dabei sein dürfen.

Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung wie immer live: www.scdhfk-handball.de/live
„GWD Minden hat zwischenzeitlich eine sehr beeindruckende Serie an Spielen hingelegt hat, wo sie nacheinander gepunktet haben. Es ist eine Mannschaft, die über ein schnelles Umschaltspiel und viel Feuerkraft aus dem Rückraum verfügt“, analysiert Leipzigs Chefcoach André Haber die Stärken des Gegners. Diese bekamen die Leipziger bereits im Hinspiel zu spüren, als sich der SC DHfK kurz vor Weihnachten auswärts mit 23:20 geschlagen geben musste. Folgerichtig wollen es die DHfK-Männer diesmal unbedingt besser machen und die beiden Punkte in Leipzig behalten.
GWD-Trainer Frank Carstens hat mit seiner Mannschaft natürlich etwas dagegen: „Ich freue mich auf das Spiel in Leipzig. Für uns ist es das erste Spiel vor Zuschauern und sicherlich eine besondere Erfahrung, vor allem zum Ende der intensiven Phase mit acht Spielen in 28 Tagen. Gegen Leipzig sind die Partien immer eng und umkämpft, meistens mit dem besseren Ausgang für Leipzig. Im Hinspiel konnten wir uns allerdings durchsetzen, was wir auch im Rückspiel wiederholen wollen.“
+++Ticketinformationen +++
Unser Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen GWD Minden wird erneut vor 1.000 Zuschauern stattfinden. Bis Montagabend können alle Dauerkartenbesitzer, Partner, Sponsoren und Europaclub-Mitglieder ihre Ticketkontingente abrufen, also vergesst nicht, in euer Postfach zu schauen!
Am morgigen Dienstag um 10 Uhr gehen dann die übrigen Tickets im Online-Ticketshop und am ARENA-Ticketschalter in den FREIEN VERKAUF!!
Impressionen vom Modellprojekt:
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Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben einen ganz wichtigen Auswärtssieg eingefahren. In einem spannenden Handballspiel konnten die Sachsen dem Überraschungsteam der Liga FRISCH AUF! Göppingen am Sonntagnachmittag die allererste Heimniederlage im gesamten Kalenderjahr 2021 zufügen. Dabei mussten die Grün-Weißen mehr als 35 Minuten auf ihren Abwehr-Anker Marko Mamic verzichten. Die Leipziger spielten nach einer 14:16-Halbzeitführung auch nach der roten Karte von Mamic mutig auf Sieg und hatten immer wieder eine passende Antwort auf die Angriffe der Göppinger parat. In der Tabelle liegt der SC DHfK Leipzig nun nur noch drei Minuspunkte hinter dem Tabellensechsten aus Göppingen.
Die Partie hatte schon vielversprechend begonnen. Die angeschlagenen Spieler Alen Milosevic und Luca Witzke waren rechtzeitig fit geworden und boten Trainer André Haber deutlich mehr Variabilität als zuletzt gegen Kiel, auch wenn beide zunächst nicht in der Startformation standen. Die Starting-7 der Leipziger stand vor allem in der Abwehr von Beginn an äußerst sicher und ließ in den ersten fünf Minuten der Begegnung keinen Gegentreffer zu. Nach acht Minuten gingen die Gäste durch Patrick Wiesmach erstmals mit zwei Treffern in Führung (2:4).
Der Mann der ersten zehn Spielminuten war aber Torhüter Kristian Saeveras. Obwohl der norwegische Nationaltorwart einen harten Kopftreffer von Sebastian Heymann einstecken musste, zeigte er weiterhin beste Reflexe und entschärfte eine völlig freie Kontergelegenheit der Göppinger. FRISCH AUF! kam zwar dennoch zum 4:4 bzw. 5:5-Ausgleich, doch dann hatte der SC DHfK eine überragende Phase. Zunächst stellten Gebala und Wiesmach auf 5:7 – und als dann Martin Larsen eine Zeitstrafe absitzen musste, spielten die Leipziger eine perfekte Unterzahl. Mit einem Mann weniger auf der Platte klauten sich die Leipziger immer wieder den Ball und erhöhten durch die Treffer von Weber, Mamic und Wiesmach zum 5:10. In der ESW-Arena waren zu diesem Zeitpunkt 18 Minuten gespielt.
Fünf Minuten später wurde es dann bitter für Leipzig. Die Schiedsrichter Schulze/Tönnies zeigen Marko Mamic nach einem Foulspiel die glattrote Karte. Nicht nur für das Leipziger Angriffsspiel, sondern insbesondere im Abwehrzentrum hinterließ der Platzverweis des kroatischen Nationalspielers eine große Lücke. So musste nun der 20-jährige Julius Meyer-Siebert im Innenblock ran. Dieser machte seine Sache zwar gut, trotzdem nutzte Göppingen den Rückschlag der Leipziger und verkürzte von 10:14 auf 14:15. Zum Glück hatte Martin Larsen kurz vor dem Seitenwechsel noch eine Patrone im Revolver und sorgte für die 14:16-Halbzeitführung der Gäste.
Mit einem Kempa-Tor durch Philipp Weber kamen die DHfK-Männer schwungvoll aus der Kabine. Die Leipziger vergrößerten ihre Führung im ersten Teil der zweiten Hälfte wieder auf vier Tore (18:22). Jetzt legte aber Göppingen nochmal alles in die Waagschale, schließlich hatte FRISCH AUF! im Kalenderjahr 2021 noch kein einziges Heimspiel verloren und wollte diese beeindruckende Serie auch gegen den SC DHfK Leipzig weiterführen. Mit einem 4:0-Lauf holten sie sich den 22:22-Ausgleich. Das Bundesligaspiel drohte nun komplett zu kippen.
Inmitten der Göppinger Drangphase fanden die Leipziger zwar kaum noch Lücken in der Deckung der Gastgeber, doch zumindest konnte der SC DHfK einen Siebenmeter herausholen. Auf dem Schützen Lucas Krzikalla lag nun ein ungemeiner Druck, denn es musste nach mehr als fünf torlosen Minuten dringend wieder ein Treffer her, um in dieser Begegnung nicht ins Hintertreffen zu geraten. Krzikalla bewies Nervenstärke und blieb von der Linie, wie bei all seinen sechs Strafwürfen, eiskalt. Im nächsten Angriff bekamen auf der Gegenseite auch die Göppinger einen Siebenmeter zugesprochen, diesmal durfte allerdings der Torhüter jubeln. Joel Birlehm, der inzwischen im DHfK-Kasten stand, parierte gegen Marcel Schiller und verhinderte mit dieser Glanztat den erneuten Göppinger Ausgleich.
Das gab den Leipzigern nochmal ordentlich Auftrieb für die Schlussphase in diesem spannenden Spiel. Der SC DHfK zog neun Minuten vor dem Ende auf fünf Treffer davon (24:29), doch noch immer war diese Partie nicht entschieden. Göppingen stellte auf eine offensive Deckung um, was den Leipzigern erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Drei Minuten vor dem Ende waren es nur noch zwei Tore Vorsprung, sodass Trainer André Haber beim 29:31 seine letzte Auszeit nehmen musste.
„Jetzt halten wir mal alle die Schn… und konzentrieren uns darauf, was mir wichtig ist!“, so der Appell des Trainers. Obwohl seine Spieler gerade etwas verunsichert schienen und sich mehrere Ballverluste geleistet hatten, bewies Haber großen Mut und schickte seine Jungs ohne Torhüter zurück aufs Feld. Der mutige Schachzug mit dem siebten Feldspieler wurde umgehend belohnt, denn ein toller Pass von Gregor Remke landete bei Patrick Wiesmach, der den Ball ganz cool über den Göppinger Schlussmann zum 29:32 in den Kasten legte. Als Joel Birlehm dann auch noch einen weiteren Göppinger Wurf abwehrte, war die Partie endlich zu Gunsten der Leipziger entschieden. Nach der ersten Heimniederlage des Jahres hat der Tabellensechste aus Göppingen nur noch drei Minuspunkte Vorsprung auf den SC DHfK Handball. Mit 17 Auswärtspunkten hat Leipzig außerdem in fremder Halle nun mehr Punkte gesammelt als in der heimischen ARENA. Dort wollen die Grün-Weißen aber jetzt in den beiden Heimspielen am kommenden Mittwoch gegen Minden und am Sonntag gegen den Bergischen HC nachlegen.
Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
"Wir hatten uns vorgenommen, dieses Spiel zu gewinnen, wussten aber, wie schwer das in Göppingen wird. Ich bin heute sehr stolz auf die Jungs und freue mich für meine Mannschaft, weil wir es geschafft haben, über 60 Minuten konstant Tore zu erzielen und wir am Ende 33 Auswärtstore machen. Wir sind gleich gut ins Spiel gekommen und haben auch in der Abwehr immer wieder Lösungen gefunden. Das war heute insgesamt ein sehr runder Auftritt von uns in einem insgesamt sehr schnellen Spiel.“
Hartmut Mayerhoffer (Trainer FRISCH AUF! Göppingen):
"Wir sind heute wieder schlecht in die Partie gestartet, kämpfen uns dann aber wieder rein ins Spiel. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und im Angriff die falschen Entscheidungen getroffen. Viele unserer Gegentore resultieren aus Ballverlusten. Damit hatten wir das ganze Spiel über Probleme. Das Hauptmanko war aber sicherlich unser Überzahlspiel, denn wahrscheinlich hätten wir dieses Spiel ohne Überzahlspiel gewonnen. So müssen wir aber heute eine ganz bittere Niederlage einstecken.“
FRISCH AUF! Göppingen gegen SC DHfK Leipzig 30:33 (14:16)
FRISCH AUF! Göppingen: Kastelic, Rebmann; Neudeck, Theilinger 3, Kneule 3, Heymann 1, Bagersted 1, Ellebaek 4, Jonsson, Schiller 12/3, Rentschler, Goller, Bozic-Pavletic 4, Hermann, Zelenovic 1, Kozina 1.
SC DHfK Leipzig: Saeveras, Birlehm; Wiesmach 7, Witzke 4, Krzikalla 6/6, Meyer-Siebert 1, Binder 3, Larsen 2, Roscheck, Weber 5, Mamic 2, Remke, Gebala 3, Milisevic, Esche, Gansau.
Strafminuten: 8 Göppingen Min, Leipzig 8 Min
Rote Karte: Mamic (Leipzig, 24. Min)
Siebenmeter: Göppingen 3/4, Leipzig 6/6

Kaum eine Atempause in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Nach dem exzellenten Start des Leipziger Modellprojektes am Donnerstagabend beim Spiel gegen den THW Kiel vor insgesamt 1.000 Zuschauern – unter ihnen auch Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt – müssen die Handballer am Wochenende schon wieder auswärts ran. Am Sonntag um 16 Uhr wartet mit FRISCH AUF! Göppingen eine ganz haarige Aufgabe auf die Leipziger Handballer.
Die Göppinger kann man getrost als eine der großen Überraschungsmannschaften der laufenden Bundesligasaison bezeichnen. Als Tabellenfünfter liegt Göppingen gut im Rennen um die Europapokalplätze und konnte in dieser Spielzeit u.a. den Rhein-Neckar Löwen, den Füchsen Berlin und der SG Flensburg-Handewitt Punkte abnehmen. Im Februar und März gab es sogar neun Siege in Folge, und auch beim Hinspiel gegen den SC DHfK Leipzig gingen die FRISCH AUF!-Männer als Sieger von der Platte. Allerdings war zuletzt auch bei den Göppingern die Luft etwas raus. Aus den letzten acht Spielen holen sie nur einen Sieg.
DHfK-Coach André Haber hofft darauf, am Sonntag wieder auf seinen Spielmacher Luca Witzke zurückgreifen zu können. Ob es für den 22-Jährigen reicht, wird sich aber erst nach dem Abschlusstraining am Samstag entscheiden. Auch bei Kapitän Alen Milosevic ist der Einsatz noch ungewiss. Der Kreisläufer war im Spiel gegen Kiel unglücklich weggeknickt und in seinen Gegenspieler gefallen, hatte sich dabei am Knie verletzt und gleichzeitig die rote Karte kassiert. Zudem fehlt weiterhin Rückraumspieler Niclas Pieczkowski (Schulterprellung).
„Göppingen ist eine Mannschaft, die eine gute Saison spielt und uns im Hinspiel schlagen konnte. Da haben wir noch eine Revanche offen und wollen das am Sonntag unbedingt besser machen. Wir haben uns gut vorbereitet und werden alles geben, damit zwei Punkte mit nach Leipzig kommen“, so Cheftrainer André Haber.
Sky und das DHfK-Fanradio der Leutzscher Welle übertragen die Begegnung am Sonntag um 16 Uhr live: www.scdhfk-handball.de/live
Nach dem Spiel in Göppingen stehen übrigens in der kommenden Woche gleich zwei Heimspiele an (gegen Minden und den Bergischen HC), die im Rahmen des Modellprojektes beide wieder vor 1.000 Zuschauern ausgetragen werden sollen. Alle Dauerkartenbesitzer, Partner, Sponsoren und Mitglieder im Europaclub 1966 könne ihre Ticketkontingente bis Montagabend abrufen. Am Dienstag werden dann die übrigen verfügbaren Tickets für beide Heimspiele in den freien Verkauf gehen.
Die virtuelle Spielprognose
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Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben das Heimspiel gegen den amtierenden Champions-League-Sieger und Rekordmeister THW Kiel erwartungsgemäß mit 26:33 (14:18) verloren. In dieser Partie ging es aber um viel mehr als nur um das wenig überraschende Endergebnis. Im Rahmen eines Modellprojektes durften zum ersten Mal seit dem 22. Oktober 2020 wieder Zuschauer in der QUARTERBACK Immobilien ARENA dabei sein. Die 1.000 Fans sorgten von der ersten Spielminute an für Gänsehaut und hielten sich tadellos an die Regeln in der Halle. Trotz der deutlichen Niederlage gingen Fans, Sponsoren, Spieler und Trainer am Ende alle mit einem Lächeln nach Hause.
Schon beim Einlauf beider Mannschaften kochten die Emotionen hoch. Mehr als sieben Monate durften die Spieler derartige Standing Ovations nicht erleben. Als die Leipziger Handballer das Spielfeld betraten, hatte sogar Gäste-Trainer Filip Jícha Gänsehaut. Dementsprechend emotionalisiert gingen die Grün-Weißen auch in die Partie. Lucas Krzikalla und zweimal Maciej Gebala brachten den SC DHfK nach fünf Minuten mit 3:0 in Führung. Joel Birlehm im Leipziger Kasten gelangen schon in der Anfangsphase einige Paraden, sodass die DHfK-Männer noch mehrmals in Ballbesitz kamen und ihren Vorsprung – beflügelt von den Zuschauern – durchaus auf 5:0 oder 6:0 hätten ausbauen können. Das wäre ein dickes Ausrufezeichen gewesen und hätte den Deutschen Meister mit Sicherheit ins Grübeln gebracht.
Leider gingen die Leipziger zu fahrlässig mit diesen Möglichkeiten um, was der Tabellenführer natürlich prompt ausnutzte. Kaum waren zehn Minuten gespielt, führte der THW plötzlich mit 3:4. Obendrein musste Kapitän Alen Milosevic bereits in der 9. Minute mit einer roten Karte das Feld verlassen. Mit seinem bereits dritten Treffer gelang Maciej Gebala zwar der 5:5-Ausgleich, doch dann folgte schon der nächste Zwischensprint der Kieler. 5:8 bzw. 6:9 lauteten die nächsten Zwischenergebnisse. Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis kurz vor der Pause, doch dann traf Lucas Krzikalla gleich dreimal zum 12:14, 13:15 und 14:16 – vergab aber auch einen Siebenmeter zum möglichen Anschlusstor.
Es wäre für die Leipziger tatsächlich mehr drin gewesen in dieser ersten Hälfte, doch die abgezockten Zebras nahmen letztlich eine 4-Tore-Führung mit in die Pause. Neben der super Atmosphäre auf den Zuschauerrängen hatte der erste Durchgang aber noch einen Hingucker zu bieten. Da der zuletzt so formstarke Luca Witzke aufgrund muskulärer Probleme leider nicht mitwirken konnte, rutschte der 21-jährige Elias Gansau in den Leipziger Kader und erzielte mit einem sehenswerten Rückraumwurf das erste Bundesligator seiner Karriere.
Die zweite Hälfte verlief dann ohne große Spannungsmomente. Der THW Kiel zog schnell auf sechs Treffer davon und ließ den SC DHfK nie mehr näher als vier Tore herankommen. Die Zebras spielten die Partie routiniert nach Hause. Niclas Ekberg war mit neun Treffern der erfolgreichste Torschütze des Abends, bei Leipzig stachen Lucas Krzikalla und Maciej Gebala mit jeweils sieben Toren heraus. Obwohl die Niederlage längst besiegelt war, feierten die 1.000 Zuschauer auf den Tribünen weiter ein Handballfest und genossen nach so langer Abstinenz jede einzelne Spielminute. Beim 26:33 wurde die Partie schließlich abgepfiffen und beide Mannschaften mit viel Applaus verabschiedet. Nun steht für den SC DHfK Leipzig zunächst am Sonntag ein Auswärtsspiel in Göppingen an, bevor es dann in der kommenden Woche gleich zweimal in der heimischen ARENA zur Sache geht. Am 2. Juni gegen GWD Minden und am 6. Juni gegen den Bergischen HC werden dann hoffentlich wieder 1.000 Zuschauer für mächtig Alarm unterm Hallendach sorgen!
André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Die Zuschauer heute waren überragend und haben Lärm für 2000 gemacht. Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt, welcher in meinen Augen eine der besten Mannschaften der Welt ist. Wir hatten einen tollen Start und haben dann versäumt dranzubleiben. Wir waren früh mit vielen Zeitstrafen belastet und haben viel in Unterzahl gespielt. Das hat uns auf jeden Fall nicht geholfen. Durch die hohe Belastung der Kieler wollten wir mit viel Tempo kommen. Das ist in der ersten Halbzeit auch gut gelungen, aber wir konnten das nicht halten. Wir haben auch nicht so gut und aufmerksam verteidigt, wie wir das vielleicht aus der Vergangenheit gewohnt sind. Da haben wir zu viel liegen lassen und es dem THW zu einfach gemacht, Tore zu erzielen. Das hat mir nicht gut gefallen und müssen wir definitiv verbessern. Zudem haben wir heute mit ein paar einfachen Fehlern Kiel zu leicht ins Tempospiel eingeladen, aber das kann passieren gegen diesen Weltklassegegner. Nun schauen wir nach vorn, denn am Sonntag geht es bereits Auswärts in Göppingen weiter.“
Filip Jícha (Trainer THW Kiel):
„Zuallererst muss ich Leipzig gratulieren, dass sie wieder vor Zuschauer spielen dürfen. Ich persönlich habe sogar Gänsehaut bekommen, als ich die Jungs von Leipzig einlaufen sah. Wegen den Zuschauern und den Emotionen mache ich persönlich überhaupt diesen Sport und dass das heute mit 1000 Zuschauern funktioniert hat, freut mich wirklich sehr. Ich muss ein Riesenkompliment an meine Mannschaft machen, die heute sehr fokussiert gespielt hat. Ich glaube, der Schub durch die Zuschauer und die Emotionalität hat uns heute auch geholfen. Die ersten 8 Minuten haben wir gebraucht, um ins Spiel reinzukommen, da Leipzig sehr motiviert in der Anfangsphase gespielt hat. Danach haben wir unseren Fokus gefunden und eine starke Leistung gezeigt, die ich als eine der besten aus den vergangenen Partien bezeichnen muss. Hier zu gewinnen, ist alles andere als selbstverständlich.“
SC DHfK Leipzig gegen THW Kiel 26:33 (14:18)
Torschützen SC DHfK Leipzig: Gebala 7, Krzikalla 7, Binder 3, Weber 3, Larsen 2, Meyer-Siebert 2, Mamic 1, Gansau 1
Torschützen THW Kiel: Ekberg 9, Pekeler 5, Weinhold 4, Zarabec 4, Dahmke 3, Sagosen 3, Ciudad Benitez 2, Duvnjak 2, Jacobsen 1
Zeitstrafen: Leipzig 10 Min, Kiel 8 Min
Rote Karte: Milosevic (Leipzig/ 9. Min)
Siebenmeter: Leipzig 5/6, Kiel 5/5
Zuschauer: 1.000 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA

+++Ticket-Update+++
Liebe Handballfans, wir haben tolle Nachrichten! Es gibt noch ein Kontingent von 100 Tickets für das heutige Topspiel gegen den THW Kiel, welches ab 11 Uhr in den freien Verkauf geht!
Die Eintrittskarten sind erhältlich am Ticketschalter der QUARTERBACK Immobilien ARENA oder im Online-Ticketshop (>>> KLICK<<<)
Nach drei Siegen hintereinander ist die Stimmung in der Leipziger Mannschaft bestens und die Vorfreude auf den Rekordmeister und die Zuschauer-Rückkehr enorm. Allerdings kommt der Tabellenführer aus Kiel (55:5 Punkte) mit einer beeindruckenden Bilanz von elf Liga-Siegen in Folge nach Leipzig. Von den bisherigen 13 direkten Duellen in Liga oder Pokal gingen die Kieler zwölfmal als Sieger von der Platte. Auch das Hinspiel gewann das Star-Team um Landin, Sagosen, Duvnjak & Co deutlich mit 31:21.
DHfK-Coach Haber kann am Donnerstag wieder auf den zuletzt verletzten Lukas Binder zurückgreifen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Spielmacher Luca Witzke (muskuläre Probleme). Definitiv ausfallen wird Niclas Pieczkowski (Schulterprellung).
Das sagt Cheftrainer André Haber zum Heimspiel gegen Kiel:
„Der THW Kiel ist für mich die kompletteste Mannschaft in der Handball-Bundesliga. Keiner spielt zwei Deckungssysteme so stabil, keiner macht ein besseres Tempospiel und keiner ist im Kader so komplett aufgestellt. Das Spiel ist für uns eine wahre Mammutaufgabe und es wird uns sehr helfen, dass wir erstmals wieder vor Zuschauern spielen dürfen. Wir müssen sehr starken Handball zeigen und verhindern, dass Kiel ein hohes Level erreicht. Die Gäste sind momentan deutlich belasteter als wir, denn sie leben seit Monaten aus dem Koffer. Das ist vielleicht ein kleiner Vorteil für uns, da wir durch die längere Pause die spritzigere Mannschaft sein können. Trotzdem brauchen wir einen sehr guten Plan und müssen diesen auch in die Tat umsetzen. Wir haben Rückenwind aus drei Siegen in Folge, sind top vorbereitet und werden alles in die Waagschale werfen, um Kiel zu ärgern.“
Nicht nur die Leipziger, sondern auch die Gäste aus Kiel freuen sich ungemein darauf, endlich nicht mehr vor leeren Rängen antreten zu müssen. "Leipzig hat zuletzt starke Leistungen gezeigt und mit dem Auswärtssieg in Magdeburg ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen uns werden sie top-motiviert ins Spiel gehen. Wir müssen und werden dagegenhalten und alles dafür tun, die zwei Punkte mit zurück nach Kiel zu nehmen. Es ist toll, wieder einen Hauch Atmosphäre spüren zu können. Natürlich ist das ein Riesen-Vorteil für die Heimmannschaft, aber das pusht auch uns", sagt THW-Kapitän Domagoj Duvnjak.
Sky und das DHfK-Fanradio übertragen die Begegnung am Donnerstagabend live: www.scdhfk-handball.de/bundesliga/live-center/
Es ist das Signal, auf das die Handballfans in Leipzig, Sachsen und ganz Mitteldeutschland sehnsüchtig gewartet haben! Die Stadt Leipzig sowie die zuständigen Ministerien der sächsischen Landesregierung bewilligten das wissenschaftlich begleitete Modellprojekt „Sportveranstaltungen mit Besuchern in Leipzig“ des SC DHfK Handball und der QUARTERBACK Immobilien ARENA. Auch der Datenschutzbeauftragte des Freistaates Sachsen gab grünes Licht für das Pilotprojekt. Damit darf der SC DHfK Leipzig, der sich in zahlreichen Initiativen für eine sichere Wiederzulassung von Zuschauern stark gemacht hatte, endlich wieder Heimspiele mit Zuschauern austragen. Bereits am Donnerstag beim Topspiel gegen den THW Kiel (Anwurf 19 Uhr) sind bis zu 1.000 Handballfans zugelassen.
Damit ist die Zeit der Geisterspiele in Leipzig nach langem Kampf endlich vorbei. Nachdem zu Saisonbeginn im vergangenen Oktober unter Einhaltung strenger Hygienekonzepte in einigen Hallen noch eine begrenzte Anzahl an Fans dabei sein durfte, waren seit November 2020 in der gesamten LIQUI MOLY HBL keine Zuschauer mehr zugelassen. Um ab sofort wieder live dabei zu sein, müssen die Besucherinnen und Besucher am Spieltag wichtige Regeln verantwortungsbewusst und konsequent einhalten: https://www.scdhfk-handball.de/heimspiel/hygieneregeln/
Jeder Besuchende muss unabhängig vom Impf- oder Genesenen-Status am Spieltag einen tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltest vorweisen. Als negatives Testergebnis werden ein PCR-Test sowie ein (kostenfreier) Schnelltest aus einem kommunalen oder privaten Testzentrum, zu denen auch das Testzentrum an der QUARTERBACK Immobilien ARENA zählt, akzeptiert. Das Testzentrum an der ARENA ist wochentags von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet und erweitert seine Testkapazitäten am Spieltag bis zum Anwurf. Neben der Testpflicht für JEDEN Besuchenden sorgen Ticket-Personalisierungspflicht, Ausweispflicht, Sitzplatzpflicht und FFP2-Maskenpflicht für ein absolut sicheres Heimspielerlebnis.
Wie läuft die Ticketvergabe?
Erstzugriff auf die 1.000 verfügbaren Tickets haben die Inhaber einer Heldendauerkarte, Partner & Sponsoren sowie Mitglieder im Europa-Club 1966. Diese wurden vom Verein bereits per E-Mail informiert und können ihre Ticket-Kontingente bis Mittwochabend (Nachfrist 18 Uhr) abrufen.
Sollten anschließend noch Rest-Kontingente zur Verfügung stehen, gehen die übrigen Tickets noch am Spieltag in den freien Verkauf. Der SC DHfK informiert alle Fans darüber am Donnerstag um 10 Uhr auf seiner Webseite und seinen Social-Media-Kanälen.
Bereits seit Ende März war der Verein auf dieses Szenario vorbereitet, aufgrund der maßgeblichen Sieben-Tage-Inzidenz und der „Bundes-Notbremse“ konnte der Startschuss des Modellprojektes damals jedoch noch nicht erfolgen. Nun wurden in enger Abstimmung zwischen Stadt und Land letzte organisatorische Details geklärt und der SC DHfK kann gemeinsam mit seinen Fans und Partnern, mit denen er diesen Restart seit Monaten akribisch vorbereitet hat, endlich loslegen.
„Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat und wir wieder mit unseren Fans und Partnern in die ARENA dürfen. Das war ein super Teamwork auf der Zielgeraden! Im engen Austausch mit der Stadt Leipzig und den zuständigen Ministerien in Dresden konnten wir kurzfristig für das Modellprojekt und mittelfristig für alle Sportveranstaltungen in Sachsen eine gute Perspektive erarbeiten. Diese wird sich in der neuen Corona-Schutzverordnung wiederfinden und damit nachhaltig etwas für den Sport in Sachsen bewirken. Neben meinem Team, unserem Hallenbetreiber, den zuständigen Bürgermeistern in Leipzig sowie der eingesetzten Fachkommission, die das Modellprojekt von Beginn an akribisch begleitet haben, möchte ich mich auch bei der Ministerin für Soziales sowie unserem Ministerpräsidenten bedanken, die sich hier persönlich für die Belange des Sports stark gemacht haben,“ kommentiert DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther diesen „Meilenstein“.
„Endlich können wir mit dem Modellprojekt ‚Sportveranstaltungen‘ starten“, freut sich Philipp Franke, Geschäftsführer der ZSL Betreibergesellschaft mbH. „Unser Dank geht an die Stadt Leipzig, an den SC DHfK Handball und an das Universitätsklinikum Halle für die Unterstützung und Zusammenarbeit. Der Start des Modellprojekts ist für uns und alle Sport- und Konzertbegeisterten ein deutlicher Schritt hin zu mehr Normalität!“ „Jetzt legen wir los,“ ergänzt Matthias Kölmel, zweiter Geschäftsführer der ZSL. „Bis unsere Besucher*innen vollständig geimpft sind, wollen wir anhand solcher Modellprojekte Erfahrungen sammeln, wie wir eine große Anzahl an Menschen testen und danach zu einer Veranstaltung zulassen können.“
Die Handballer des SC DHfK Leipzig können sich auch in der kommenden Saison 2021/22 auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem DHL Drehkreuz Leipzig verlassen. Das Bekenntnis des Trikotsponsors zum Leipziger Bundesligahandball ist besonders vor dem Hintergrund der coronabedingten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Situation von enormer Bedeutung und unterstreicht die soziale Verantwortung des DHL Drehkreuzes Leipzig als Unternehmen und Arbeitgeber in der Region.
„Es ist in der jetzigen Situation besonders wichtig, dass langjährige Partnerschaften bestehen bleiben und dass man aufeinander zählen kann. Daher ist es für uns wichtig, einen Beitrag zu leisten, um dem SC DHfK in dieser schwierigen Phase den Rücken freizuhalten für die eigentliche Arbeit: die sportliche Weiterentwicklung. Wir sehen genau, mit welcher Sorgfalt, Professionalität und Leidenschaft beim SC DHfK gearbeitet wird und bleiben deswegen dem Club treu“, sagt Markus Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung der European Air Transport Leipzig GmbH, der größten Airline von DHL Express.
Die Zusammenarbeit geht somit in die vierte Saison, in der sich das DHL Drehkreuz Leipzig weiterhin als Trikotsponsor der 1. Männermannschaft sowie als Goldsponsor der Handball-Akademie präsentieren wird. Das Topspiel am Donnerstag (19 Uhr) gegen den amtierenden Champions-League-Sieger THW Kiel wird ebenfalls vom Unternehmen präsentiert. Noch am Mittwoch soll eine finale Entscheidung fallen, ob die Partie im Rahmen eines Modellprojektes vor 1.000 Zuschauern ausgetragen werden darf. Es wäre das erste Handballspiel in der LIQUI MOLY HBL seit Ende Oktober 2020, bei dem wieder Fans in der Halle dabei sein dürfen.
Das DHL Drehkreuz Leipzig und der SC DHfK Handball engagieren sich außerdem mit einer gemeinsamen regionalen Aktion für Kindermannschaften verschiedener Sportarten. Anfang Juni wird das Projekt vorgestellt. Und auch für die DHL LE Open 2021 laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Das hochkarätig besetzte traditionelle Vorbereitungsturnier im Handball-Nachwuchsbereich wird in diesem Jahr am 28. und 29. August stattfinden.
„Die Vertragsverlängerung mit dem DHL Drehkreuz Leipzig stärkt erheblich unser wirtschaftliches Fundament für die kommende Saison. Die enge Verbindung in dieser Partnerschaft zeichnet sich einmal mehr in diesen schwierigen Zeiten aus. Wir sind in der Krise noch weiter zusammengerückt und finden oft gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen, welche die Situation mit sich bringt. Unter anderem half DHL unserer Handball-Akademie mit 1.000 Corona-Schnelltests, sodass wir auch im Nachwuchsbereich so engmaschig testen konnten, um für all unsere Kadersportler einen sicheren Trainingsbetrieb und Wettkampf-Restart zu gewährleisten. Dafür sind wir sehr dankbar und würden uns sehr freuen, wenn wir am Donnerstag gemeinsam mit DHL wieder 1.000 Besucher/innen in der QUARTERBACK Immobilien ARENA begrüßen dürften“, so DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther.
Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben eine Erfolgsserie von drei Siegen nacheinander eingefahren. Nach den beiden Auswärtssiegen in Essen und Magdeburg gewannen die Männer von Cheftrainer André Haber auch ihr Heimspiel am Donnerstagabend gegen den HC Erlangen souverän.
Den Gästen aus Erlangen gelang durch Sebastian Firnhaber der erste Treffer des Abends. Nach dem Ausgleichsvor von Marko Mamic offenbarten beide Angriffsreihen ein paar Startschwierigkeiten, denn fast sechs Minuten konnte keine der beiden Mannschaften den gegnerischen Torhüter überwinden. In der 8. Minute übernahm Leipzig schließlich durch Gregor Remke zum ersten Mal in dieser Partie die Führung und sollte ab diesem Zeitpunkt bis zum Schlusspfiff kein einziges Mal mehr in Rückstand geraten.
In den folgenden zehn Spielminuten marschierten die DHfK-Männer stets mit einem Tor vorneweg, der HCE erzielte aber stets wieder den Ausgleich. Dann sorgten Witzke, Wiesmach und Remke für den ersten kleinen Zwischensprint der Männer in grün-weiß. Weil zudem Kristian Saeveras einen Siebenmeter gegen Johannes Sellin parierte, lagen die Hausherren nun mit 8:5 vorn. Dieser Vorsprung hatte bis zum Seitenwechsel Bestand.
Auch nach der Pause änderte sich zunächst nichts an der Rollenverteilung. Alen Milosevic und Maciej Gebala waren am Kreis kaum zu verteidigen und auch der Rückraum sorgte für Gefahr. Gregor Remke markierte bereits sein viertes Tor, musste jedoch kurz danach eine Zeitstrafe absitzen. Nun übernahm Martin Larsen im rechten Rückraum und machte genau dort weiter, wo Remke aufgehört hatte. Der Däne erzielte in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zwei sehenswerte Rückraumtore zum 14:11 bzw. 17:13.
Nach 40 Spielminuten kam dann Joel Birlehm in den Leipziger Kasten und machte dem HC Erlangen das Leben zusätzlich schwer. In den 20 verbleibenden Minuten hielt der 24-Jährige sieben Bälle (41 Prozent). Bis auf ein kurzes Lebenszeichen beim 19:17 brachten die Erlanger den SC DHfK nicht mehr in Bedrängnis. 13 Minuten vor Schluss hatten sich die Gastgeber durch einen Treffer von Marc Esche, der den verletzten Lukas Binder blendend vertrat, bereits mit sechs Toren (23:17) abgesetzt. Es war mehr als nur eine Vorentscheidung in dieser Partie.
In der Schlussphase spielten die DHfK-Handballer das Spiel souverän runter. Einzig Simon Jeppsson, dem zehn Tore gelangen, bekamen die Leipziger nicht so richtig in den Griff. Die Sachsen hatten zwar keinen derart erfolgreichen Torschützen in ihren Reihen, waren aber im Kollektiv eine Macht. Wiesmach, Remke, Esche und Krzikalla erzielten je vier Treffer, Larsen, Mamic und Milosevic netzten je dreimal. Mit 30:25 feierten die Leipziger letztlich einen ungefährdeten Heimsieg gegen den HC Erlangen und fiebern nun mit drei Siegen in Serie im Rücken dem Topspiel in der kommenden Woche gegen den THW Kiel entgegen – vielleicht ja dann sogar wieder mit ein paar Fans in der Halle.
Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):
„Es war eine sehr kämpferische Partie mit vielen Zeitstrafen, wo ich besonders in der ersten Halbzeit mit der Leistung meiner Mannschaft nicht ganz zufrieden war. Dort haben wir es nicht geschafft, im Angriff die Dinge in die Tat umzusetzen, die wir wollten. Wir haben über das gesamte Spiel vernünftig gedeckt und hatten eine gute Torhüterleistung, sodass wir dort wichtige Bälle gewonnen haben. Leider ist es uns nicht gelungen, viel Schaden im Tempospiel anzurichten. Genau das muss uns eigentlich auszeichnen. Irgendwann hatten wir dann die Kontrolle über das Spiel und das hat mir gefallen, weil wir routiniert weitergespielt haben. Wir wussten im Vorfeld, dass Erlangen einen straffen Spielplan hat. Deshalb wollten wir die Jungs mit viel Druck und Tempo müde laufen lassen. Ich bin sehr froh, dass wir die Partie heute für uns entschieden haben und freue mich für die Mannschaft. Dreimal in Folge in der Bundesliga zu gewinnen ist etwas Besonderes, vor allem mit zwei Auswärtspartien.“
Michael Haaß (Trainer HC Erlangen):
„Ich glaube, man hat gesehen, dass wir momentan ein paar Probleme haben, besonders was Verletzungen angeht. Wir wussten vor dem Spiel, dass wir nur über den Kampf kommen können und genau das haben wir versucht, weswegen ich den Jungs gar keinen Vorwurf mache. Sie haben alles rausgehauen, was noch in ihnen steckt. Am Anfang sind wir ganz gut ins Spiel gekommen und waren auch einmal kurz in Führung. Vorne haben wir uns dann ein bisschen schwergetan, da Leipzig auch sehr gut verteidigt hat. Wir haben uns aber nicht hängen lassen und hatten in der zweiten Halbzeit nochmal den Moment, wo wir kurz Morgenluft gewittert haben. Leipzig hat dann aber sehr clever und druckvoll gespielt, sodass sie die Bigpoints gemacht haben. Im Endeffekt war es heute für uns zu schwer die souverän auftretenden Leipziger zu schlagen.“
SC DHfK Leipzig gegen HC Erlangen 30:25 (12:9)
Torschützen SC DHfK: Krizikalla 4, Remke 4, Wiesmach 4, Esche 4, Larsen 3, Mamic 3, Milosevic 3, Weber 2, Witzke 2, Gebala 1
Torschützen HC Erlangen: Jeppsson 10, Kellner 3, Jaeger 3, Firnhaber 3, Olsson 2, Schäffer 1, Bissel 1, Mosindi 1, Olsson 1
Zeitstrafen: Leipzig 10 Min, Erlangen 14 Min
Siebenmeter: Leipzig 4/4, Erlangen 2/4
